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 Sebastians Schlafzimmer

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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Sebastians Schlafzimmer   Mi Okt 17 2012, 14:28

Was die Einrichtung seines Schlafzimmers angeht, ist Sebastian Purist: Ein Bett, ein Schrank mit einem großen Spiegel und zwei kleinen Nachttischen, viel mehr findet sich nicht in dem Zimmer und das ist für ihn Grundvoraussetzung, dass er zur Ruhe kommen kann.
Die Wände sind in einem dunklem Grau gehalten, was das Licht zur Nacht noch einmal zusätzlich dämpft, nur um das Bett herum liegt ein heller, flauschiger Teppich, sonst wird der Boden von den gleichen Holzdielen bedeckt, die auch sich auch sonst in den Zimmer verteilen.
Auf seinem Nachttisch befindet sich eine Auswahl an Büchern, in denen er abends oder nachts, wenn ihm die Gedanken an Gwen oder seine Kinder nicht die nötige Ruhe finden lassen, liest, eine Karaffe mit stets frischem Wasser, ein Muggelfoto von Gwen und eine weitere Lesebrille, für den Fall, dass er seine andere irgendwo verlegt hat.
In der Schublade darunter bewahrt er seine private Hausapotheke auf, die gut verschlossen und mit magischen Zaubern versiegelt ist, damit seine Kinder dort nicht heran kommen.
Die Möbel sind schnörkellos, aus dunklem Holz mit klaren Kanten und Formen.
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Mi Okt 17 2012, 19:34

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Leigh & Rosalie & Sebastian

„Ich bin nicht taub, Rosalie, was soll denn dieses Theater?“ Sebastian hatte die Türe nur einen winzigen Spalt geöffnet, so dass er Leigh nicht auf den ersten Blick entdeckte. Sein ganzes Gewicht lehnte am Innenrahmen der Türe, während er Rosalie aus leicht glasigen Augen ansah.
Der Heiler, den Sebastian am Nachmittag aufgesucht hatte, weil er ahnte, dass seine Rippen nicht mit ein bisschen eincremen heilen konnte, hatte die beiden angebrochenen entfernt, ihm einen Korsettähnlichen Verband angelegt, der sich nun unter dem weißem T-Shirt, in dem Sebastian schlief, leicht abzeichnete und ihm etwas Skelewachs mitgegeben. Eigentlich hatte er ihn auf der Krankenstation behalten wollen, doch im Hinblick auf die Kinder, die dadurch sicher beunruhigt würden, besonders, nachdem sie schon die Mutter verloren hatten, konnte Sebastian ihn überzeugen, dass dies unnötig war. „Nehmen sie es, bevor sie zu Bett gehen und dann ruhen sie sich aus, der Wachstumsprozess von Knochen ist schmerzhaft, aber nach 12 Stunden sind ihre Verletzungen wieder verheilt.“ Von den Nebenwirkungen, die Justus gewissenhaft aufgezählt hatte, schien Sebastian wirklich nur eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur davon zu tragen.
Er seufzte und verlagerte sein Gewicht vorsichtig, als er die Türe etwas weiter öffnete. „Rosalie, ich bin wirklich müde, wenn du dich langweilst, musst du dir ausnahmsweise mal jemand anderem zum Reden suchen, ich möchte ins Be“
Erst jetzt fiel sein Blick auf Leigh und auch wenn er sich selbst nicht sehen konnte, wusste er, dass sein Gesicht an Farbe verlor. „Was….“
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Leigh Silverswan

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Mi Okt 17 2012, 19:45

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Rosalie & Sebastian & Leigh


„Das passiert Papa wirklich öfter, aber da hat er noch nie etwas genommen, höchstens mal ein heißes Bad und vielleicht eine dieser weißen Schmerztabletten, wenn es ganz schlimm war, aber doch keinen Trank. Jedenfalls seit damals nie wieder…“
Leigh schüttelte den Kopf und konnte sich gegen die Bilder, die auf sie einströmten nicht wehren.
Leigh verstand sehr wohl, was Rosalie sagen wollte. Ihr Vater wollte sie alle nicht belasten, nur sich selber anscheinend immer wieder und immer viel zu sehr, sonst wäre es wahrscheinlich nie so weit gekommen.
Sie schmiegte sich kurz an Rosaliess Seite bis sie einen Satz zurück in den Schatten machte, als sie hinter der Türe das ganz leise Quietschen der Matratze auf dem Lattenrost und anschließend schwere Schritte hörte.
Es war noch nicht einmal 11 und ihr Vater hatte schon im Bett gelegen, Leighs Mut sank. Das tat er eigentlich nur, wenn er sich wirklich krank fühlte. Sie drückte sich an die Wand und lauschte angestrengt seiner Stimme. Er klang angespannt und so schrecklich müde, dass Leigh das schlechte Gewissen fast mit der Hand greifen konnte, als würde es direkt von ihre Schulter hüpfen und direkt vor ihre Nase stellen.
Vorsichtig spähte sie an Rosalies Rücken vorbei, um einen prüfenden Blick auf ihn zu erhaschen.
Erst als er sie entdeckte, sein fassungsloser Blick sie streifte, verlor Leigh ihre ganze Angst und statt sich so weit wie möglich weg zu wünschen, weil sie nicht dabei sein wollte, wenn Rosalie ihn mit dem Verdacht konfrontierte, drückte sich an Rosalie vorbei, stieß die Türe auf und warf sich, mit einem unterdrücktem Schluchzen, gegen Sebastians Beine.
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Rosalie Rosenstein

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Mi Okt 17 2012, 20:02

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Sebastian & Leigh & Rosalie

Er sah wirklich müde aus und ihr gingen nochmal Leighs Worte durch den Kopf. Natürlich, Sebastian hatte sicher schön öfter falsch gelegen und sich dann irgendwie beholfen, spätestens an dem Punkt, hätte sie verdacht schöpfen müssen. Sie verfluchte sich, still und leise dafür, dass sie vorher nichts gemerkt hatte, denn sicher hätte man Leigh diese Aufregung ersparen können. Sie wirkte wirklich mitgenommen. Ein letztes Mal strich sie ihr beruhigend über den Arm, bevor Leigh auf ihren Vater losstürmte und sich an ihn drückte. Kurz zuckten ihre Mundwinkel, dann wurde sie wieder vollkommen ernst und betrachtete Sebastian.
„Unter normalen Umständen würde ich dich selbstverständlich schlafen lassen, aber ich denke, wir haben eine wichtige Sache zu besprechen.“ Vielleicht wusste er direkt, was sie meinte? Durch die Tür, die spätestens aufgestoßen worden war, als Leighs in Zimmer ihres Vaters gestürmt war, um ihn zu umarmen, trat sie ein, ohne sich wirklich umzusehen, ihr Blick war auf Sebastian gerichtet. Seinen Schritten fehlte immer noch die Eleganz, er schien immer noch seine Haltung zu versteifen, damit er keinen Schmerz spürte.
„Ich mache es so kurz, wie möglich, ich denke, wir vertragen alle etwas Schlaf.“ Sie schob die Tür, bis auf einen Spalt hinter sich zu, damit sie dieses Mal nicht belauscht werden konnten und diese Szene sich nicht mit einem von Sebastians anderen Kinder, wiederholte. „Leigh weiß von deinem Problem mit Tränken, sie hat uns belauscht, als wir darüber gesprochen haben. Unabsichtlich, hat sie gesagt und ich glaube ihr, dass sie keine bösen Absichten hatte, aber sie hat gesehen, wie du einen Trank genommen hast, macht sich Sorgen und ist auf dm Gang auf mich gestoßen.“ Sie schüttelte den Kopf.
„Ich verstehe es nicht, Sebastian. Es sieht dir gar nicht ähnlich, deine Versprechen zu brechen! Wir wollen doch alle nicht, dass es sich wiederholt, also nenne mir bitte einen vernünftigen Grund, warum du nicht bei Muggelmedikamenten bleiben konntest.“ Sorge sprach aus ihren Worten und sie seufzte. „Und Leigh würde auch sehr gerne eine Erklärung hören. Sie ist ja wirklich voller Sorge!“
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Mi Okt 17 2012, 21:09

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Leigh & Rosalie & Sebastian

Bis zu dem Moment, als sich Leigh in seine Arme warf und Rosalies Worte langsam in seinen Verstand sickerten, galt Sebastians ganze Sorge einzig seiner Tochter; Horrorszenarien, was auch immer ihr wiederfahren sein konnte, während er mit sich selbst beschäftigt gewesen war, liefen wie ein Film vor seinem geistigen Auge. Beruhigt war Sebastian durch Rosalies Erklärungen nicht, aber zumindest der erste Schreck wich aus seinen Gliedern und machte Platz für Schuldgefühle und Scham.
Unsicher und wacklig auf dem Beinen, vielleicht nur eine weitere Folge des Tranks oder aber des Schocks, wicht Sebastian zu seinem Bett zurück und ließ sich auf der Bettkante sinken; Leigh hatte er dabei sanft mit geführt.
Ganz behutsam strich er Leigh durch das feine dunkle Haar, während er sie noch immer an sich geschmiegt hielt und seine Schmerzen im Brustkorb so gut es ging ignorierte. „Es tut mir so leid, Kleines.“, murmelte er unentwegt, küsste ihren Scheitel und schüttelte verstört und durcheinander den Kopf. „Wieso hast du denn nie etwas gesagt? Es ist doch schon so lange her, dass Rosalie und ich..“
Lose Satzfetzen hingen unvollendet in der Luft, seine Gedanken rasten und wenn er eben todmüde gewesen war, so war er davon jetzt weit entfernt. „Ich wollte dir niemals so einen Schrecken einjagen, solche Sorgen bereiten, wirklich nicht Leigh.“
All die bangen Blicken, ihr befangenes Verhalten in seiner Nähe, die Angst in ihrer Stimme, wenn sie von Zaubertränken sprach, all das ergab plötzlich einen Sinn und das schlechte Gewissen nagte an ihm. „Wenn ich das gewusst… ich hätte es eigentlich wissen.“
Es dauerte eine ganze Weile, in der Sebastian seine Tochter nur im Arm hielt und versuchte sie irgendwie zu beruhigen, allein durch seine bloße Anwesenheit, denn tröstende Worte fielen ihm einfach nicht ein, bis Sebastian wieder einen halbwegs klaren Satz heraus bekam.
Sein Blick war hart wie Stein, als er sich auf Rosalie legte. „Dein Vertrauen in mich ist grenzenlos, hm?“
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Leigh Silverswan

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Mi Okt 17 2012, 21:29

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Rosalie & Sebastian & Leigh

Das Bett trug noch etwas von der Wärme mit sich, die Sebastians Körperwärme dort hinterlassen hatte, in seinem Arm, warm und geborgen, merkte Leigh erst wie sehr sie gefroren hatte. Sie kauerte sich auf dem Bett zusammen, noch immer dicht an ihren Vater gekuschelt und angelte nach seiner Decke, die sie über sich warf und irgendwie auch versuchte etwas davon ihrem Vater zukommen zu lassen, was allerdings ziemlich schwierig war und sie enttäuscht aufgebeben ließ.
„Ich wollte nicht lauschen. Ich war auf dem Weg zu dir, weil ich einen Albtraum hatte und dann hab ich Rosalie gehört und konnte einfach nicht mehr weg… ich wollte nicht neugierig sein, aber als ich das gehört habe, konnte ich nicht einfach wieder gehen und dann hab ich alles gehört und ich wollte es nur vergessen und wusste überhaupt nicht, wie ich mit dir reden sollte, weil..weil..weil ich hätte es ja gar nicht erst hören sollen und dann warst du weg und ich dachte, du bist wieder in Ordnung und dann würde ich es nachher nur schlimmer machen, wenn ich wieder davon anfange. Ich hab dir eben nur Gute Nacht sagen wollen, so richtig weißt du, nicht einfach zwischen Tür und Angel und dann habe ich gesehen wie du, oh Papa, du darfst nicht wieder anfangen damit, du brauchst das doch gar nicht. Wir helfen dir einfach, Kiki und ich kümmern uns mehr um alles, um die drei Kleinen und Jess bestimmt auch. Jess ist doch schon groß und kann viel helfen, das macht er sicher auch und dann….Ich bin gut im Verheimlichen, das hat Mama auch immer gesagt; Geheimniswahrerin hat sie mich immer genannt, weißt du noch?“
Die Worte sprudelten nur so aus Leigh heraus, nur hin und wieder unterbrochen von einem Schniefen und einem vereinzelten Schluchzer. Als wäre die Wand, die sich zwischen sie und ihren Vater geschoben hatte, mit einem Mal bis auf die Grundfeste eingerissen worden.
Als sie ihre Arme um Sebastians Mitte legte, bemerkte sie jedoch den Verband und wich erschrocken zurück. Die Decke raschelt, die Matratze gab ein leises Quitschen von sich unter Leighs heftiger Bewegung. „Du bist ja verletzt!“, rief sie erschrocken und zeigte dabei auf den Verband, der leicht durch das T-Shirt zu erahnen war.
Von dem eisigen Blick, den Sebastian Rosalie zugeworfen hatte, bemerkte Leigh nichts, sie hätte wohl auch nicht verstanden, wieso er enttäuscht war.
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Rosalie Rosenstein

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Do Okt 18 2012, 13:48

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Sebastian & Leigh & Rosalie

Man konnte zwar nicht davon sprechen, dass Leigh sich beruhigt hatte, aber immerhin musste sie diese Last nicht mehr mit sich herumtragen und konnte ihre Sorgen mit ihrem Vater teilen. Rosalie schwieg einen Moment, um ihnen Beiden ein bisschen Ruhe zu lassen, etwas, dass sie einfach für richtig hielt, als sie die beiden so betrachtete.Ihr vielen auch keine Worte ein, mit denen sie die Zweisamkeit, die die Beiden als Vater und Tochter gerade hatten, zu stören. Sie wartete, bis man sich wieder an sie wandte und Sebastians harter Blick überraschte sie. Ihre Augenbrauen hoben sich. „Ich vertraute dir Sebastian. Es passt nicht zu dir, ein Versprechen zu brechen, dass du jemanden gegeben hast, es passt aber noch weniger zu dir, gegen deine eigenen Regeln zu verstoßen, weshalb ich mich sorge, mir aber sicher bin es gibt eine logische...“
Leigh unterbrach sie und einen Moment blieb ihr der Mund offen stehen, als hätte sie noch stumm das letzte Wort ausgesprochen, bevor sie sich wieder fing. Sorge glitzerte in ihrem Blick. „Verletzt? Was bei Merlins Bart ist passiert?“ Jetzt, wo sie darauf achtete, und ihn wirklich genau musterte, bemerkte sie auch den Verband und ihr Blick wurde skeptisch. „Das sieht weniger danach aus, als hättest du einfach falsch gelegen.“ Aber sie schaffte es nicht, enttäuscht oder wütend darüber zu sein, dass er sie angelogen hatte, wo sie sich doch sonst wirklich alles erzählten. Sie schüttelte den Kopf. „Leigh hat dich wahrscheinlich dabei gesehen, wie du Skele-Wachs zu dir genommen hast? Bei Schmerzen hätten Tabletten gereicht...“ Sie seufzte und schüttelte wieder den Kopf.
„Warum hast du mir nicht gesagt, was wirklich mit dir ist, als ich dich gefragt habe? Was ist passiert, Sebastian? Du wirst kaum über deine eigenen Füße gestolpert und unglücklich gefallen sein. Ich weiß, dass du mich nicht anlügen würdest, normalerweise, ich weiß auch, dass du keinen Trank mehr anrühren würdest, außer es geht nicht anders, also...“ Ihr Blick war auffordernd, gleichzeitig aber auch fragend und gewissermaßen auch neugierig. "Ich habe mich einfach um dich gesorgt..." Und so klang immer Stimme auch wirklich.
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Do Okt 18 2012, 17:33

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Leigh & Rosalie & Sebastian

„Dein Auftritt spricht nicht gerade für dein Vertrauen, findest du nicht? Oder wie soll ich deine Weigerung verstehen mich in Ruhe zu lassen, sondern stattdessen zu fordern, dir eine Erklärung zu liefern, warum ich zu einem Zaubertrank gegriffen habe? Würdest du mir vertrauen, bräuchtest du dafür keine Bestätigung und dein Erscheinen hier, wäre damit hinfällig.“
Sebastians Reaktion auf Rosalie fiel nicht nur Verhalten aus, sondern regelrecht kühl. Nur Leigh zu Liebe warf er Rosalie nicht hochkant heraus, weil er wusste, sie würde es sich zu Herzen nehmen und glauben, es wäre ihre Schuld.
Als Leigh von Gwen sprach, konnte er es genau hören, wie sie sich diese neben ihm Bett aufrichtete und mit leuchteten Augen erzählte, was die kleine „Geheimniswahrerin“ dieses Mal wieder für sich behalten hatte. „Ich hab ihr schon vor Wochen von deinem Geburtstagsgeschenk erzählt und sie hat nichts verraten. Kein Sterbenswörtchen“
Ein Knoten zurrte sich in seiner Kehle fest, wirkte halt und kalt wie eine Eisenkette, weshalb er Leigh nur einen Augenblick an sich drückte und leicht nickte. Ohja. Er wusste es noch sehr genau.
Er nahm sich einen Moment Zeit um seine Fassung wiederzuerlangen, griff dabei auf die inneren Reserven zurück, die er, in den Monaten der vergangen Trauer, zu lernen aufgebaut hatte. „Du hättest zu mir kommen sollen, Leigh. Ich wollte nicht, dass ihr es wisst, ja. Ich wollte verhindern, dass genau das passiert, was jetzt geschehen ist. Es ist nicht deine Schuld, dass ich die Kontrolle verloren haben damals, auch nicht die deiner Geschwister. Ihr habt überhaupt nichts falsch gemacht.“
Über das Vertrauen in ihren Bruder musste Sebastian lächeln, auch wenn ihm danach nicht wirklich zu Mute war.
Eigentlich hätte er noch so viel mehr sagen wollte, doch für den Moment schwieg er und schüttelte den Kopf. Seine Stimme klang beschwichtigend – jedenfalls hoffte er das - als er sich an Leigh wandte. „Es ist nichts ernstes, morgen früh ist es vorbei.“ Schließlich hob er den Kopf und begegnete Rosalies sorgenvollem Blick mit kühler Reserviertheit. „Du hast nicht gefragt.“, erwiderte er so schlicht, wie es nur jemand konnte, der die Wahrheit kannte und Meister der Haarspalterei war.

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Leigh Silverswan

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Do Okt 18 2012, 19:03

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Rosalie & Sebastian & Leigh

„Du hast gar nicht wieder..? Aber was hast du denn gemacht, wieso trägst du einen Verband“, noch immer bestürzt starrte Leigh auf den Verband und versuchte aus dem Gesagten der Erwachsen irgendwie schlau zu werden. Skelewachs, davon hatte sie schon gehört, aber im Augenblick wusste Leigh es einfach nicht einzuordnen.
Ihr Blick sprang zwischen Rosalie und ihrem Vater hin und her und jetzt realisierte Leigh auch langsam, dass irgendetwas zwischen den beiden nicht stimmte. Normalerweise klang seine Stimme viel weicher, wenn er mit Rosalie sprach und auch wenn Leigh sich vorstellen konnte, dass er müde war, wahrscheinlich Schmerzen hatte, so erklärte das nicht, wie kalt und hart seine Augen wirkten, als Leigh seinem Blick begegnete.
Ratlos sah sie Rosalie an. „Was ist denn los?“
Sie zog sich ein bisschen von ihrem Vater zurück, rutschte auf die andere Hälfte des Doppelbetts und glitt dort unter die Decke; zusammengerollt wie eine kleine Katze.
„Aber wenn wir dir mehr geholfen hätten, wärst du bestimmt gar nicht erst auf die Idee gekommen immer irgendwelche Tränke zu dir zu nehmen.“, erwiderte Leigh beharrlich, auch wenn das Kissen, dass sie sich unter den Kopf geschoben hatte und das wunderbar nach frischer Wäsche duftete, ihre Stimme ein wenig dämpfte. „Morgen bleibst du im Bett, ja? Und wir kümmern uns um alles. Versprochen Papa, wir machen alles, die Drillinge versorgen, Jess geht bestimmt mit ihnen raus, damit sie sich nicht langweilen, der passt doch auch gut auf sie auf. Und ich kann für Essen sorgen. Das ist ja nicht viel, kann ja bestimmt in der Küche fragen und du kriegst das Essen ans Bett gebracht.“
Leigh hob noch einmal den Kopf und legte jede Menge Entschlossenheit in ihre Worte, auch wenn sie dabei verstohlen gähnte. Sie war schon ziemlich müde, noch mehr, weil sie einfach noch immer nicht verstand, was eigentlich vor sich ging.
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Rosalie Rosenstein

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Do Okt 18 2012, 19:35

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Leigh & Rosalie & Sebastian

Das fragte sich Rosalie auch. Natürlich, sie hatte nicht besonders gründlich mitgedacht und hätte vorher auf de Lösung des Rätsels kommen sollen, aber konnte das Sebastians offensichtliches Problem mit ihr sein? Davon war sie nicht überzeugt. „Sebastian, ich habe mich um dich gesorgt, dass ist der Grund meines Auftauchens. Ich vertraue dir, dass du keinen Trank mehr anrührst, wenn es auch andere Mittel und Wege gibt aber ich wollte wissen, was dich dazu trieb, einen Trank zu nehmen und ich möchte es immer noch wissen, denn du wirst dir beim Zaubern sicher nichts zugezogen haben, was man mit diesem Trank kurieren muss.“ Jedenfalls würde ihr kein Zauber einfallen und eine schiefgegangene Verwandlung schloss sie aus. Sie wusste, wie talentiert er war und sie wusste noch besser, dass er sich beim Zaubern keine Fehler gestattete.
Sie legte ihre Hand kurz auf seine Schulter und schüttelte den Kopf. „Ich kontrolliere dich nicht, ich möchte einfach nur wissen, was passiert ist und es ist doch wirklich Haarspalterei. Ich hab dich gefragt, was los ist und du hast mich offensichtlich belogen, was du nicht ohne Grund tun würdest, sonst wäre ich nämlich diejenige, die an deinem Vertrauen zweifeln müsste. Es kann also keine Lappalie sein, irgendwas, über das man nicht, reden müsste. “
Sie löste ihre Hand von seiner Schulter und ließ sich neben ihn auf den Platz sinken, den Leigh freigegeben hatte. Leigh sah müde aus und es würde Rosalie nicht wundern, wenn sie gleich einschlief, wo sie jetzt doch die Gewissheit hatte, dass es sie sich keine Sorgen mehr darum machen musste, dass ihr Vater dasselbe nochmal durchmachte. „Dein Angebot klingt gut, Leigh.“ Ruhe war wahrscheinlich das Beste für Sebastian, irgendwie erwartete sie trotzdem Protest oder würde er es diesmal annehmen, wegen seiner Verletzung? Sie musterte ihn einen Moment und nickte kurz.
„Ich könnte auch eine Zeitlang auf die Drillinge aufpassen, dass wäre überhaupt kein Problem. Josy wäre sicher begeistert, wenn sie mit ihnen spielen kann.“
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Do Okt 18 2012, 20:51

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Rosalie & Sebastian

Sebastian drehte sich unter Schmerzen zur Seite und warf einen Blick zu Leigh, die Zähne hatte er dabei fest zusammen gebissen. Langsam merkte er die Wirkung des Heilmittels und er konnte bestätigen, dass Knochenwachsen lassen kein besonders angenehmes Unterfangen war. Fast entwickelte er so etwas wie Mitleid mit Gabriel, der das Prozedere wahrscheinlich schon häufiger mitgemacht hatte als er.
„Leigh, das ist wirklich Unsinn. Mir tut Arbeit gut, jedenfalls mehr, als es Grübeln tut. Ich habe die Kontrolle verloren, nicht ihr und es ist nicht eure Aufgabe auf mich aufzupassen, sondern meine auf euch zu achten. Es ist aber wirklich sehr lieb von dir, dass du mir helfen willst, ich glaube es reicht aber wirklich wenn ich morgen früh einfach ein bisschen länger liegen bleiben kann. Den Rest schaffe ich dann schon alleine.“
Er lächelte Leigh aufmunternd zu, beugte sich umständlich zu ihr hinüber und strich ihr über den Haaransatz. „Schlaf jetzt, Kleines, ja. Es ist wirklich nicht schlimm und morgen Vormittag bin ich wieder hergestellt. Du brauchst nach dem Schreck deinen Schlaf, hm.“
Eine ganze Weile lang verharrte er schweigend, die Hand noch immer auf Leighs liegend, dann drehte er sich zur Rosalie, sicher, dass seine Tochter inzwischen eingeschlafen war.
„Ich habe dich nicht belogen. Du hast nicht gefragt, sondern warst nur zu gerne meine Erklärung anzunehmen. Ich habe mir zwei Rippen gebrochen, der Heiler hat sie entfernt, weil es leichter ist, sie neu wachsen zu lassen, als mit Zaubern zu heilen – zumindest bei Erwachsenen und das war es. Wenn du möchtest, kannst du gerne die Phiole..“
Mühsam erhob sich Sebastian von der Bettkante, wobei er sich schwer auf seinen Nachttisch stützen musste und ging zu der kleinen Türe, die zum Badezimmer führte. Aus dem kleinem Korb, in dem sich Wäsche und Müll befand, um den sich die Hauselfen kümmerten, fischte er die Phiole hinaus, ein letzter Rest Flüssigkeit befand sich noch immer darin. Er hielt sie Rosalie hin.
„Wenn du möchtest, kannst du auch gerne im Müll wühlen, ob ich noch weitere Tränke hier verstecke.“
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Rosalie Rosenstein

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Fr Okt 19 2012, 18:44

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Sebastian & Rosalie

Ihr Blick lag einen Moment auf der schlafenden Leigh, ihre Mundwinkel verzogen sich zu einem Lächeln und sie war froh darüber, dass sie so schnell hatte einschlafe können. Morgen würde das Schreck sicher nicht mehr so tief sitzen und sie konnte sich wieder mit dem beschäftigen, was sie gerne tat, ohne sich um ihren Vater sorgen zu müssen. Morgen würde es Sebastian nämlich auch schon besser gehen. Rosalie kannte den Zaubertrank natürlich, wusste auch, dass es Sebastian nicht besonders gut gehen musste im Moment und es nicht angenehm war, Knochen nachwachsen zu lassen. In ihrer Besorgnis und gleichzeitigen Neugier, war dieser Gedanken nur in den Hintergrund getreten. Sie seufzte leise und ihr Blick war ernst, als er sich wieder auf Sebastian legte.
„Es tut mir Leid, Sebastian.“ Und sie klang wirklich aufrichtig, ihr Blick senkte sich einen Moment, bevor er aufstand und ins Bad verschwand. Verwunderung malte sich auf ihr Gesicht, dann schüttelte sie nur den Kopf, als er wieder kam und ihr die Phiole zeigte. „Du hättest nicht extra aufstehen müssen, ich glaube dir und ich werde auch nicht herum wühlen. Wenn du sagst, du hast nur diesen einen Trank genommen, gehe ich davon aus, dass es die Wahrheit ist, aber das du dir die Rippen gebrochen hast, hättest du mir einfach erzählen können. Es sieht dir gar nicht ähnlich, eine solch Haarspalterei in einem Gespräch von uns Beiden zu benutzen. Deshalb war ich skeptisch. Ich hab dir deine Geschichte abgekauft, warum hätte ich glauben sollen, dass du lügst? Ich würde aber immer noch zu gerne wissen, wie du das geschafft hast? Prügeleien oder Duelle sind doch eigentlich nicht so deine Art.“ Jedenfalls duellierte er sich meistens mit Worten, nicht mit Zaubern. Sie schüttelte den Kopf und erhob sich von seinem Bett.
„Bist du sicher, dass du morgen nicht etwas frei haben willst? Mir würde es wirklich nichts ausmachen. Ich frage nur, weil ich verstehe, wenn du nicht willst, das Leigh sich für alles verantwortlich fühlt und mehr Verantwortung auf sich nimmt, als in ihrem Alter noch gut ist. Ich lass dich aber auch gleich alleine. Ich weiß, dass du Ruhe brauchst.“ Nur ließ sie die eine Frage immer noch nicht los und sie grübelte weiter, was er ihr eindeutig noch verschwieg, trotzdem wollte sie ihm wirklich seine Ruhe geben.
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Fr Okt 19 2012, 19:46

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Rosalie & Sebastian

Sebastian war sich inzwischen schon bewusst, dass er etwas zu heftig reagierte. Er hatte es sich längst eingestanden, doch mehr als seine Stimme weniger angreifend und kalt, stattdessen wieder ruhig, wenn auch nur müde, klingen zu lassen, brachte er im Augenblick nicht zu Stande. Rosalies Auftauchen hatte die Frage, ob, wann und wie er ihr und Gabriel von dem Vorfall erzählen würde, wieder neu aufgeworfen; eine Frage, auf die er die ganze Zeit noch keine Antwort gefunden hatte. „Warum hätte ich das tun sollen, Rose? Ich wollte keinem von euch Sorgen bereiten und diesen ganzen Aufstand hier habe ich auch nicht gewollt. Es ist doch nicht wichtig, wie es passiert ist oder? Morgen früh sind die Rippen wieder nachgewachsen und da morgen kein Unterricht ist, werde ich schon einigermaßen Zeit finden mich ein bisschen auszuruhen und von dieser unruhigen und anstrengenden Nacht zu erholen.“
Sebastian ließ die Phiole mit einem Zauber verschwinden, weil er den Anblick noch immer nur schwer ertragen konnte, krümmte sich kurz, als eine Welle von Schmerz durch seinen Oberkörper spülte und ließ sich anschließend wieder schwer auf die Bettkante sinken.
Genau in dem Moment, als er draußen ein zaghaftes Klopfen vernahm. Er war versucht es einfach zu ignorieren, vielleicht hatte er ja Glück und Rosalie bemerkte es nicht und wer auch immer vor seiner Türe stand, würde sich dazu entschließen, es sei doch nicht so wichtig.
„Sie haben schon mehr mitgemacht, als es Kinder in ihrem Alter sollten, ich werde sie noch nicht damit belasten, dass sie sich fragen, wieso sie von einem zum anderen geschoben werden, nur weil ihr Vater den ganzen Tag im Bett rumliegt und die Wand anstarrt. Ich werde davon auch nicht glücklicher.“
Sein Blick glitt zu seiner Tochter und behutsam zog er die Decke über die schmale Schulter seiner Tochter; Leigh wirkte so viel zerbrechlicher und zarter als sonst. „Sie ist besonders sensibel, gerade sie hätte das nicht mitmachen sollen.“
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Rosalie Rosenstein

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Schlafzimmer   Sa Okt 20 2012, 14:16

Freitag 03. September gegen 22:30 Uhr
Sebastian & Rosalie

Sie seufzte leise, ein Lächeln schlich sich ganz kurz auf ihre Lippen, bevor sie den Kopf schüttelte. „So macht man sich doch nur noch mehr Gedanken um dich, Sebastian, aber ich verstehe was du meinst und bezwecken wollte. Ich finde es nur nicht unwichtig, was auch immer passiert ist, aber wir können auch später darüber reden, wenn es dir wieder besser geht oder wir lassen es einfach und vergessen den Abend. Es klingt nur so, als müsse es mich interessieren, weil du nicht zu Unfällen neigst oder dazu, Fehler zu begehen.“ Sie zuckte, und sie hasste dieses Gefühl wirklich, ein wenig ratlos die Schultern.
„Ein Gutes hat es immerhin, wenn es für dich wahrscheinlich auch wenig Trost ist und es dir dadurch kaum besser geht, muss Leigh ihr wissen, wenigstens nicht mehr mit sich herumtragen, ohne das sie ihre Sorge mit jemandem teilen kann.“ Ihr Blick wanderte zu dem schlafenden Mädchen und nickte langsam. „Sie hätten das alle nicht mitmachen sollen, nichts von dem, aber man kann es, so schwer es einem auch fällt, nicht mehr ändern und ich denke, sie ist stärker, als sie wirkt...“ War Gwen das nicht auch gewesen? Und Leigh war ihrer Mutter vielleicht auch in dieser Eigenschaft sehr ähnlich. Sie wusste nicht genau, ob sie dabei lächeln sollte oder nicht. Sie sah Leigh einen langen Moment an, dann wanderte ihr Blick wieder zu Sebastian.
„Ich lass dich jetzt aber auch schlafen, wenn morgen etwas sein sollte, weißt du ja, wo du mich finden kannst oder ich werde euch nochmal besuchen.“ Ihre Mundwinkel hoben sich einen Moment, dann klopfte es und sie sah zur Türe, ganz automatisch, auch wenn sie wusste, dass das Klopfen von der Haustür kam. „Ich kann, wer immer es ist, auch wegschicken. Ich muss ja nicht erwähnen wie es dir geht, aber Schüler sollten sich ja sowieso schon in ihrem Bett einfinden...“ Auch wenn ihr Ton nicht ganz davon überzeugt war, dass es ein normaler Schüler war. Was würde dieser denn noch wollen?
„Gute Nacht klingt ein wenig seltsam, aber naja, erhole dich gut.“ Sie öffnete die Schlafzimmertüre wieder und wenn Sebastian nichts mehr zu sagen kannte, verließ sie die Wohnung, um sich auf den Weg zu ihrem eigenen Zimmer zu machen, wenn sie nichts aufhielt.

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