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 Sebastians Büro

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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Sebastians Büro   Mo Sep 24 2012, 15:53

Die erste Türe links, vom Eingang aus gesehen, führt in Sebastians Arbeitszimmer. Dort empfängt er Schüler und Kollegen, die er nicht in seine Wohnung lassen möchte, hält Strafarbeiten ab, wenn nötig und arbeitet natürlich auch die meiste Zeit über hier. Nur manchmal, wenn die Kleinen im Wohnzimmer spielen und er sie im Auge behalten will oder er sich auf dem Sofa etwas ausstrecken möchte beim Korrigieren, verlässt er seinen Schreibtisch. Es ist ein sehr schlichter, aber hochwertiger Tisch, aus dunkelm Holz, ohne jede Verzierung. Die Wände, die mit heller Tapete ausgekleidet sind, um die kargen Steinwände zu verbergen, werden zum Großteil von hohen Regalen verdeckt in denen sich seine gesamte Fachliteratur befindet sowie andere Sachbücher. Eigentlich hat Sebastian hier unten seine kleine Privatbibliothek, die auch von seinen Kindern gerne zu Rate gezogen wird, wenn sie etwas für ihre Hausaufgaben brauchen und wegen der Nachtruhe nicht mehr in die der Schule gehen können. Für den normalen Schulgebrauch ist Sebastian jedenfalls bestens ausgestattet.
Das Büro ist nur von Außen verschlossen, ist man einmal in der Wohnung, kann man es ohne Probleme betreten. Nur einen verglasten Schrank, in dem sich Kostbare Kunststücke sowie sämtliche Tests befinden, wird man ohne das passende Passwort und den dazugehörigen Schlüssel nicht öffnen können. Darin befinden sich auch sämtliche persönliche Sachen Sebastians, Briefe an Gwen und von Gwen, Bilder und ihr Schmuck.
Zwei bequeme Ledersessel stehen vor dem Schreibtisch, Sebastian sitzt meistens auf einem weiteren mir hoher Rückenlehne dahinter.
Etliche schwebende Kerzen und ein Kamin sorgen für helles und warmes Licht und für erträgliche Temperaturen.
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Mo Sep 24 2012, 16:17

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 17:00 - 19:00 Uhr
Rosalie & Sebastian

Sebastian brütet über einem ganzen Stapel Pergamente und versuchte aus ihnen den Wissenstand der 3. Klasse in Verwandlung zu ergründen. Er hatte sie ein paar Zeilen zu einigen Fragen und Zaubern schreiben lassen, weil ihm am Nachmittag nicht mehr nach praktischem Unterricht gewesen war. Es war ihm unendlich schwer gefallen sich noch auf das Unterrichtsgeschehen zu konzentrieren, dass er das Risiko von ernsteren Missgeschicken beim praktischen Verwandeln nicht eingehen wollte. Auch jetzt verschwammen die Buchstaben vor seinen Augen und er rieb sie sich immer wieder müde, bis sie brannten und er einsehen musste, dass es für den Moment zwecklos war, sich weiter mit den Texten herum zu quälen.
Seufzend stand er auf, legte seine Lesebrille auf den Schreibtisch ab und schnippte einmal mit dem Zauberstab in die Luft. Anschließend trat er in den Flur und lauscht: Irgendwo in der Wohnung spielten die Zwillinge und Sebastian lehnte sich eine Weile an den Türrahmen, eine Tasse mit starkem Kaffee in der Hand und hörte ihrem munteren Geplapper mit halbem Ohr zu.
Als es an die Türe klopfte, zögerte Sebastian einen Moment, warf einen Blick auf die Uhr und kam zu dem Schluss, dass es für Josys Ankunft am Abend eigentlich noch viel zu früh war. Er runzelte kurz die Stirn, zuckte die Achseln und drückte die Türklinke einen Moment nach unten, so dass die Wohnungstüre mit einem Klacken aufsprang.
Als er Rosalie erkannte, ging er voran in sein Büro und stellte die Tasse dort auf dem Schreibtisch ab. „So früh hatte ich eigentlich noch nicht mit dir gerechnet. Aber es ist gut, dass du kommst.“
Es war nicht nur die Kombination aus leichten Kopfschmerzen und Müdigkeit, die seine Konzentration angegriffen hatten, vielmehr war es das Wissen um Ellas Vergehen und die Mutmaßungen, die Sebastian anstellte. Wenn er mit jemand darüber reden konnte, dann war es wohl Rosalie und so drehte er sich zu ihr um und versuchte sich an einem Lächeln, was seine Worte wenigstens ein bisschen unterstreichen sollte.
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Rosalie Rosenstein

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Mo Sep 24 2012, 18:06

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 17:00 - 19:00 Uhr
Sebastian & Rosalie

Auch der Nachmittagsunterricht war zu ihrer Zufriedenheit verlaufen und mit ausgesprochen guter Laune fand sie sich vor Sebastians Büro wieder, klopfte und wurde nach kurzer Zeit auch hineingelassen. Das Büro entsprach so sehr dem, was sie von Sebastian erwartet hatte, dass sich ein Schmunzeln auf ihren Lippen niederließ und erst verschwand, als sie Sebastian näher betrachtete. Heute morgen war es ihr vielleicht nicht aufgefallen, oder es war schlimmer geworden, aber er sah müde und erschöpft aus. Sie biss sich kurz auf ihre Zunge, weil sie ein schlechtes Gewissen bekam. Er sollte sich am Abend wahrscheinlich einfach ausruhen, dass wäre das Beste, aber sie beschlich das Gefühl, dass er nicht auf sie hören würde.
Sie schenkte ihm ein freundliches Lächeln und wunderte sich einen Moment, worüber er mit ihr reden wollen könnte, dann nickte sie aber und wies auf die Sessel. „Wollen wir uns nicht setzen? Ich weiß, es ist dein Büro, aber sich die Beine in den Bauch stehen bringt ja auch nichts und ich wollte mit dir auch noch über etwas reden. Es dauert auch nicht lange und du siehst aus, als willst du über etwas wichtiges sprechen. Ich wollte dich nur Fragen, ob du etwas dagegen hättest, wenn Gabriel dir die Zwillinge etwas entführt, dann wäre es etwas ruhiger und sie wären heute Abend sicher so müde, mit Josy, dass sie keinen Unfug mehr anstellen können. Und du weißt, er kann wirklich gut mit den Kleinen.“
Nachdem sie geendet hatte, warf sie ihm einen auffordenen Blick zu, er solle doch sagen, was ihn bedrückte. Er sah jedenfalls aus, als bedrücke ihn etwas und sie konnte sich beim besten Willen, wenn man in dieser Situation davon sprechen konnte, nicht vorstellen, was. Gwen? War etwas mit seinen Kindern?
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Mo Sep 24 2012, 18:48

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 17:00 - 19:00 Uhr
Rosalie & Sebastian


Sebastian lehnte sich gegen die Schreibtischkante und schmunzelte leicht. „Fühl dich wie zuhause.“, sagte er und meinte es bei Rosalie auch so. Er nahm seine Tasse wieder auf und trank den letzten Schluck, bevor er Rosalie auch etwas zu trinken anbot und sich dann in seinen Sessel zurückzog, um mit ihr auf Augenhöhe zu sitzen.
Im Kamin knisterte das Holz unter den heißen Flammen, Sebastian, dankbar für den Grund dem Blick von Rosalie auszuweichen, sah matt lächelnd zur Quelle des Geräuschs. „Es gab mal eine Zeit, da hat man über mich gesagt, ich könnte meine Gefühle gut verschlossen halten, davon muss ich mich wohl auch verabschieden, hm?“
Als er ihr das Gesicht wieder zuwandte war sein Blick ernst und nachdenklich. „Ich weiß nicht, Rosalie.“, sagte er wahrheitsgemäß, zögerte und ließ sich ihr Angebot noch einmal durch den Kopf gehen. „Es ist sehr lieb von Gabriel.“ Auch diese Aussage entsprach der Wahrheit und spiegelte wieder, was Sebastian wirklich empfand, auch wenn Gabriel und er sich sonst gerne in etlichen Kleinkriegen ergingen. „Es ist nur ziemlich nass und es wird ja auch bald schon dunkel, gerade bei diesem Wetter. Ich weiß, dass Gabriel gut auf sie achtetet, aber…“
Er ließ den Satz unvollendet im Raum stehen und fuhr sich mit den Fingerspitzen über die Stirn. Rosalie wusste, wie schwer es ihm nach Gwens Tod fiel, sie auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen. Es war ihm schon vorher schwer gefallen, doch das Vertrauen darin, dass schon nichts passieren würde, war mit Gwens Tod erloschen, unwiederbringlich zerstört und jetzt kostete es ihm wieder Kraft und Überwindung, sie nicht zu sehr an sich zu ketten.
Für den Moment schob er die Entscheidung noch auf und wechselte stattdessen das Thema. „Es geht um dieses Feuerwerk gestern.“ Er wollte schnell Klarheit schaffen, war ihm doch nicht entgangen, dass Rosalie ihn sehr besorgt musterte. Auch daran hätte er sich eigentlich inzwischen schon gewöhnt haben müssen. „Ich habe Ella heute ihren Zauberstab abnehmen müssen, jedenfalls für den Moment. Ich möchte jetzt nicht weiter darauf eingehen, wieso und weshalb, das soll sie dir selber erzählen, wenn sie möchte. Aber dabei habe ich ihn überprüft, ihn die letzten Zauber ausführen lassen..“
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Rosalie Rosenstein

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Mo Sep 24 2012, 19:55

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 17:00 - 19:00 Uhr
Sebastian & Rosalie

Sie lächelte, schlug ein Bein über das andere und stimmte einer Tasse Tee zu, auch wenn es im Büro angenehm warm war, was im Kerker jedes Mal wieder angenehm war, denn eigentlich erwartete man feuchte Wende, muffiges Gemäuer und nicht eine gemütliche Wohnung. Sie lehnte sich etwas zurück und folgte mit ihrem Blick Sebastian. Sie musste daran denken, wie lange sie sich schon kannten, wie sie sich kennengelernt hatte und unweigerlich auch an Gwen. Sie wusste, dass es Sebastian nicht anders ging. Er dachte immer an sie und von ihnen allen, vermisste er sie am Meisten. Er fühlte sich unvollständig ohne sie. Rosalie verkniff sich ein seufzen und nickte verständnisvoll.
„Ihnen wir nichts passieren, Sebastian. Sie ziehen sich warm an, tragen ihre Regensachen und ein paar Zauber gegen Regen kannst du ja auch noch sprechen und Gabriel wird sie schon nicht in den Wald führen. Sie bleiben ein bisschen auf den Ländereien, toben sich müde und fallen wahrscheinlich einfach nur noch glücklich in ihr warmes Bett.“ Sie versuchte auf ihn einzureden, tat dies aber nur mit so viel Nachdruck, wie sie für richtig hielt und ihn vielleicht zu einer Entscheidung bringen würde. Sie wollte ihn nicht zwingen, dass sah man ihrem Blick an. „Nein, ich glaube, wir kennen uns lange genug, damit ich dich lesen kann wie ein offenes Buch und wir können uns ja auch sehr ähnlich sein.“ Ein Lächeln huschte über ihre Lippen, dann wurde sie wieder ernst. Das Feuerwerk war das Letzte, mit dem sie jetzt gerechnet hatte.
„Du meinst, Ella...“ Sie stellte die Frage nicht zu ende, wusste sie die Antwort doch längst, aber sie wusste nicht, was sie davon halten sollte. Nicht, weil Sebastian, den Zauberstab kontrolliert hatte, sondern, weil sie es von ihrer Tochter nicht erwartet hatte. Oder doch? Sei seufzte und schob sich die, mittlerweile offenen, Haare zurück. „Es heißt wohl, dass ich wieder einmal die Spielverderberin sein kann. Weißt du ob sie es alleine war, oder hast du einen Verdacht?“ Rosalie hatte einen und ihre Augen sprachen Bände, auch wenn sie Sebastian nicht zu nahe treten wollte.
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Mo Sep 24 2012, 21:32

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 17:00 - 19:00 Uhr
Rosalie & Sebastian

Sebastian brauchte nicht viel Vorstellungskraft und Phantasie, um sich auszumalen, wie glücklich die Beiden sein würden, wenn sie mit ihren bunten Gummistiefel und der Regenkleidung über die ausgedehnten Wiesen tollen konnten. Er hatte ihre enttäuschten Gesichter gesehen, als er ihnen von der Barriere erzählt hatte, nicht einmal sein Versprechen er würde so oft wie möglich mit ihnen nach draußen gehen, hatte sie fortwischen können.
Er rang mit sich und schließlich erhob er sich und entschuldige sich bei Rosalie für ein paar Minuten und überließ sie seiner Sammlung an Büchern und einer Tasse ihres Lieblingstee.
Als er nach einer Weile wiederkehrte hatte er die Zwillinge bei Gabriel und Josy abgeliefert, versorgt mit einem Zauber, der das meiste Wasser von ihnen abweisen sollte und jeder Menge Ermahnungen darauf zu hören, was Gabriel sagte. Schließlich kehrte er zu Rosalie zurück und ließ sich in seinen Sessel nieder. Ganz ohne Vorrede knüpfte er dort an, wo sie das Gespräch zuvor unterbrochen hatten.
„Ich habe es dir nicht deswegen erzählt, Rosalie. Ich hätte auch mit Gabriel sprechen können, nur hat er mir deutlich zu verstehen gegeben, dass ihm diese ganze Geschichte nichts bedeutet, also wollte ich ihn damit nicht unnötig reizen.“
Sebastian kreuzte die Arme locker vor dem Oberkörper. „Ich weiß nur, dass Ella den Zauber ausgeführt hat, der dazu geführt hat, dass ein Feuerwerkskörper durch die Eingangshalle geflogen ist. Natürlich ist es kein Geheimnis, dass Jess und sie so gut wie unzertrennlich sind, diesen Blick kannst du dir eigentlich sparen, Rosalie. Ich gehe davon aus, dass er ganz sicher dabei gewesen ist, welche er Rolle dabei noch gespielt hat, weiß ich nicht. Wenn du willst, kann ich natürlich auch mit Ella alleine sprechen, aber sie ist deine Tochter, wenn es um Jess ginge, würde ich auch informiert werden wollen. Deswegen ging ich davon aus, dass es dir ähnlich gehen wird. Ich verstehe einfach nicht, was sie sich dabei gedacht haben.“
Sebastian klang müde und bewegte ein wenig die Schultern, bevor er seinen Blick ruhig wieder auf Rosalie legte. „Vielleicht reden wir direkt mit beiden oder ziehst du es vor, dass wir Jess‘ Zauberstab ebenfalls einer Prüfung unterziehen? Er ist in seinem Zimmer. Oder möchtest du es allein mit Ella besprechen? Ich möchte einfach nur, dass sie weiß oder vielmehr, dass beide wissen, dass sie das nicht machen können. Aber da sind wir uns ja eigentlich auch einig. Natürlich werde ich Jess auch zur Verantwortung ziehen, egal wie sehr er daran beteiligt war oder nicht.“
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Rosalie Rosenstein

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Di Sep 25 2012, 19:16

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 17:00 - 19:00 Uhr
Rosalie & Sebastian

Als Sebastian sein Büro wieder betrat, war Rosalie vertieft ein Exemplar von „Hogwarts, a History“ in dem sie sowieso etwas hatte nachlesen wollen. Als er das Büro betrat, blätterte sie gerade um, trank einen Schluck Tee und hob nur langsam den Blick, ein Lächeln auf den Lippen, dass aussah, als war sie sich nicht sicher, ob lächeln angebracht war. „Ich bin sicher, die Zwillinge werden ihren Spaß haben.“ wiederholte sie noch einmal abschließend, während sie das Buch zuklappte und es zurück an den Platz stellte, von dem sie es hatte.
Sie hatte keine Probleme Sebastian zu folgen, sie kannte ihn lange genug um zu wissen, dass er ein sehr direkter Mensch war, jedenfalls, wenn es nicht um ihn selbst ging. Sie hatten eigentlich viel gemeinsam und doch waren sie wieder unterschiedlich. Anstatt sich aber in solchen Gedanken zu verlieren, hörte sie ihm zu und nickte beiläufig.
„Natürlich ist es gut, dass du mit mir darüber sprichst. Ich wollte es wissen, wenn du etwas herausfindest, dass hast du und das meine Tochter darin verstrickt ist, damit muss ich leben. Glaub mir, ich würde nur sehr sehr gerne wissen, was sie sich dabei dachten. Ich kann dir also keine Antworten geben. Es ist cool für sie, sie lieben es Regeln zu brechen und für aufsehen zu sorgen... Vielleicht wollen sie uns auch etwas sagen, dass sie da sind, wie gut sie zaubern können und wie erwachsen sie damit schon sind. Oder gerade, dass sie nicht erwachsen werden wollen?“ Sie zuckte, sichtlich unzufrieden mit sich selbst, dass sie keine bessere Antwort geben konnte, als Fragen, die Schultern.
„Ich wäre dir wirklich sehr dankbar, wenn du auch Jess Zauberstab überprüfen könntest, damit wir wissen, welche Rolle er gespielt hat und ob es nicht vielleicht noch andere Täter gibt. Ich werde Ella sagen, dass ich morgen mit ihr reden will, vielleicht entschuldigt sie sich ja von selbst“ Das sie daran nicht wirklich glaubte, merkte man ihrem Ton an. „sonst lasse ich mir noch etwas einfallen, aber könntest du zuerst mit ihnen reden? Ich wäre dir wirklich dankbar und vielleicht bekommst du sie leichter unter Kontrolle. Gabriel würde das alles sowieso als unnötig abtun.“
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Mi Sep 26 2012, 15:36

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 17:00 - 19:00 Uhr
Rosalie & Sebastian

„Möchtest du, dass ich mir eine Strafe für beide überlege, oder willst du Ellas Bestrafung selber übernehmen?“, vergewisserte sich Sebastian und blickte Rosalie fragend in die Augen. Ihre Überlegungen über die Beweggründe ihrer beider Kinder hatte er nur mit einem schlichten Nicken kommentiert, vielleicht würden Ella und Jess andere offenbaren, aber so wirklich daran glauben konnte Sebastian auch nicht.
„Vielleicht möchte Jess mich auch einfach nur provozieren oder bestrafen.“ Das letzte hatte er nur leise vor sich hin gesagt, weil er wusste, dass Rosalie daraufhin wahrscheinlich nur wieder protestieren würde, es sei alles nicht seine Schuld gewesen. Sein Verstand hatte sich inzwischen dazu durchgerungen das auch zu glauben, nur sein Herz stach noch immer, wenn er darüber nachdachte. Sebastian spannte die Schulter, erhob sich aus seinem Sessel und blickte matt lächelnd zur Rosalie herab.
„Da bin ich mir sicher. Er nimmt diesen Vorfall so wenig ernst, als handle sich um einen kleinen Fleck auf dem Boden, den man ebenso mal wegwischen könnte; ein paar matschige Fußabdrücke.“
Sebastian zuckte mit den Schultern; ein unangenehmes Frösteln überkam ihm, wahrscheinlich Nachwirkungen seiner trüben Gedanken an die Nacht von Gwens Tod. Er schluckte einmal, sah auf seine Armbanduhr und warf einen raschen Blick zur Türe.
„Ich nehme an Gabriel wird die Kinder gleich zurück bringen und ihr wollt sicher gleich los. Werdet ihr Josy die Nacht über bei mir lassen oder holt ihr sie noch ab nach eurem Ausflug? Ich weiß ja nicht, wie lange ihr vorhabt wegzubleiben.“
Nachdem er dies mit Rosalie besprochen hatte, stieg Sebastian die Treppen ins Obergeschoss empor und klopfte einen Augenblick später an dessen Zimmertüre.
Ella erreichte ihn diesem Moment eine Nachricht, sie möge sich bitte umgehend bei ihm im Büro einfinden.

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Rosalie Rosenstein

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Alter : 22

BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Mi Sep 26 2012, 18:38

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 17:00 - 19:00 Uhr
Sebastian & Rosalie

Rosalie hatte ein schlechtes Gewissen, Sebastian überhaupt alleine zu lassen. Er sah müde aus, fertig vom ersten Schultag und wieder fielen ihr Hollys Gedanken ein, dass er sich vielleicht zu viel vorgenommen hatte. Ihr Blick lag ruhig auf ihm, sie studierte seine Schritte, versuchte noch andere Anzeichen zu entdecken, vielleicht ein versteckter Hilferuf, doch sie fand nichts und musste sich so eingestehen, dass sie nichts machen konnte. Er würde zu ihr kommen, wenn er Probleme hatte, dass wusste sie. Sie würde dann, sollte dieser Augenblick je kommen, hoffentlich nicht genauso ratlos sein, wie mit der Frage, was Sebastians Sohn und ihre Tochter, sich bei dem Feuerwerk und allem drumherum gedacht hatten.
„Ich glaube nicht daran, Sebastian, und du auch nicht, also sag so was nicht.“ kommentierte sie seine Aussage nur. Sie sparte sich einen Vortrag, weil er sich anhörte, als wisse er genau, was sie sagen würde. Sie kannten sich lange genug, dass dies auch stimmen würde. Sie legte ihre Hand auf seine, als sich die Gelegenheit bildete und versuchte eine beruhigende Wirkung auf ihn auszuüben.
„Nein, für Gabriel ist das kein Verbrechen, er findet es ist ein Scherz, er mochte diese Portraits nicht und solange niemand zu schaden gekommen ist, stört es ihn nicht. Es würde ihn auch nicht stören, wenn er Ella dabei erwischt hätte, weil er sie kennt, er weiß, dass sie niemandem etwas tun würde und das ist auch alles gut und schön, ich glaube ja auch nicht, dass die Beiden böse Absichten gehabt haben und jemanden verletzen wollten, aber es geht nun einmal um das Prinzip. Sie können ja nicht alles machen, was sie wollen.“ Aber wem erklärte sie das?
„Ich fände es gut, wenn du Ella auch eine gerechte Strafe erteilen könntest, nicht weil ich meine Rolle als strenges Elternteil nun auf dich abwälzen will, sondern weil sie und Jess gerecht bestraft werden sollen und wenn du mit ihnen gemeinsam sprichst, könntest du vielleicht herausfinden, ob noch ein Dritter oder Vierter beteiligt war. Ich wäre dir wirklich sehr dankbar, Sebastian. Ich werde morgen mit ihr reden, aber ich fände es jetzt sehr ungerecht, Ella sich selbst zu überlassen, während Jess seine Strafe erhält.“ Sie war aufgestanden und umarmte ihn kurz, auch wenn es eigentlich gar nicht ihre Art war, fand sie es durchaus angebracht. Sie schenkte ihm ein Lächeln. „Ich weiß nicht, wann wir wieder kommen, wenn es zu spät ist, will ich dich nicht stören, also wäre es lieb, wenn sie hier schlafen könnte, wenn ich sie nicht vor der Schlafenszeit der Zwillinge noch abhole.“ Sie öffnete die Tür „Du solltest aber nicht mehr zu lange machen“ und verschwand dann aus der Wohnung, zu ihrer um sich fertig zu machen.

Ende!
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Keira Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Mi Sep 26 2012, 19:26

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 19:00 - 21:00 Uhr
Sebastian & Ella & Jess & Keira

Sie war sich immer noch sicher, ihren Bruder und ihren Vater an die Wand reden zu können, sollten sie sich streiten und auch Ella sollte kein Problem für sie werden, wenn die Situation eskalierte. Im Moment war es noch gefährlich ruhig. Die Ruhe vor dem Sturm. Sie schob die Hände in die Taschen ihrer Strickjacken, lächelte Ella und Jess ermutigend zu und auch ihr Vater erhielt ein Lächeln von ihr, wobei sie bei ihm, stellvertretend, um Gnade bat, des lieben Friedens willen.
„Ich glaube, dass ist der richtige Moment für heiße Schokolade, Kaffee oder einen starken Tee, wenn man so was trinkt. Was haltet ihr davon? Damit ist doch schon alles gemütlicher, ihr setzt euch und redet ruhig miteinander, so das wir unseren Spielabend trotzdem noch machen können. Die Zwillinge und Josy freuen sich doch sicher schon und schlafen dann sicher wie kleine Engel, nachdem sie sich schon eine Schlammschlacht geliefert haben. Sah Gabriel auch so aus?“ Sie musste bei dem Gedanken kichern.
„Du hättest aber ruhig mit ihnen gehen können, Papa, wenn du jetzt nur geblieben bist, um auf uns aufzupassen. Leigh hat schon recht. Wir hätten das mit den Zwillingen gepackt und auch mit Josy, aber immerhin kannst du so mitspielen, dass ist doch ein schöner Gedanken und wir sollten uns jetzt nicht von der schlechten Laune überrollen lassen, es ist ja niemandem passiert und die Portraits kann Leigh einfach ersetzen, ich sag doch, sie sollte ihr Talent ausnutzen und Jess und Ella können ja einfach die Eingangshalle mal durchfegen, dann haben sie das Chaos auch wieder beseitigt. Etwas spät zwar, aber die Hauselfen sind sicher froh, wenn sie weniger zu tun haben.“
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Mi Sep 26 2012, 20:17

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 19:00 - 21:00 Uhr
Ella & Jess & Keira & Sebastian
Sebastian wartete bis auch Ella eingetroffen war, dann warf er noch einen letzten Blick ins Wohnzimmer, wo sich die Zwillinge und Josy nach ihrem ausgiebigem Bad mit Keksen für den Kampf gegen die Schlafenszeit stärkten – das jedenfalls nahm Sebastian an, als er ins Büro zurück kehrte, die Türe aber offen stehen ließ, um wenigstens mit einem halben Ohr mitzubekommen, ob im Wohnzimmer alles in Ordnung war.
Er wurde empfangen von Keira, die sehr darum bemüht war, eine Eskalation des Streits zu verhindern, in einer Art, die ihn ein wenig an Holly erinnerte. Sebastian legte seine Hand kurz zwischen ihre Schulterblätter, als er an ihr vorbei in Richtung seines Schreibtischs ging.
„Keira, ich weiß zwar noch immer nicht genau, was du eigentlich hier willst, weil es eigentlich eine Sache zwischen deinem Bruder, Ella und mir ist, aber wenn du unbedingt dabei sein möchtest, dann tu mir jetzt bitte den Gefallen und sei einfach mal einen Augenblick still. Ich bin nicht hiergeblieben, weil ich so versessen darauf bin meinen Abend mit schlammverkrusteten Kindern zu verbringen, sondern weil ich keine große Lust hatte in eine Bar zu gehen, das ist nichts für mich. Außerdem habe ich wirklich noch jede Menge zu tun.“
Er hatte ihren Blick aufgefangen und auch verstanden, weshalb er sich jetzt bemühte wieder einen ruhigen Ton anzuschlagen. „Wir müssen diese ganze Sache auch nicht unnötig dramatisieren, ich würde nur gerne wissen, was das sollte. Ihr beide wisst, dass Hogwarts uns allen sehr viel bedeutet und wir wollen alle, dass man dieser Schule wieder vertraut und seine Kinder gerne hierherschickt oder nicht? Also deine Eltern, Holly und ich wollen es jedenfalls. Und es ist auch nicht so, als hätten wir damit nicht eigentlich schon genug um die Ohren, auch ohne, dass ihr ein solches Chaos anrichtet. Jess, gib mir bitte einmal deinen Zauberstab.“
Sebastian sah zwischen Ella und Jess hin und her und hielt Jess seine Hand hin.
„Euch ist doch klar, dass es hier nicht nur darum geht, dass ihr Schuleigentum zerstört habt oder? Ist euch bewusst, was da hätte passieren können? Ihr hättet euch selber schwer verletzten können.“
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Ella Rosenstein

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Mi Sep 26 2012, 22:34

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 19:00 - 21:00 Uhr
Jess & Keira & Sebastian & Ella


Ellas Fingerspitzen tanzten federleicht auf Jess‘ Handrücken. Als Sebastian ihr am Nachmittag den Zauberstab zurück gegeben hatte, wusste Ella längst, dass er sie ertappt hatte; wäre er nicht auf die Idee gekommen, ihren Zauberstab einer Prüfung zu unterziehen, sie wäre sogar von ihm enttäuscht gewesen. Als sie sich jetzt in seinem Büro wiederfand, gemeinsam mit Kiki und Jess, verspürte sie jedoch den inneren Drang eine neuerliche Kluft zwischen Jess und seinem Vater zu vermeiden. Eigentlich war Ella kein Harmoniesüchtiger Mensch, schon gar nicht so, wie Kiki oder Jonas; aber die Beziehung zwischen Jess und Sebastian war sogar Ella zu fragil.
Sie erwiderte Keiras Blick mit einem Lächeln und formte anschließend: „Lass mich nur machen“ mit den Lippen.
„Das ist unnötig, Sebastian, wirklich. Er war nur dabei und hat noch versucht alles wieder gerade zu biegen. Ich wollte das Feuerwerk unbedingt in der Halle entzünden, weil es draußen eben geregnet hat und ich dachte, ich habe es unter Kontrolle. Hatte ich nicht und das mit den Bildern tut mir..nein..tut mir nicht leid, aber das war nicht so geplant. Ich fände es wunderbar, wenn Leigh neue Bilder malt, ich bezahl die Farbe auch von meinem Taschengeld oder von dem was ich noch bekommen soll, wenn es nicht reicht, aber Jess hat mit dem ganzen Mist kaum was zu tun. Wirklich nicht. Du kannst ihn doch nicht dafür bestrafen wollen, dass er versucht hat mich vor meiner eigenen Dummheit zu retten?“
Jetzt bohrte Ella ihre Fingernägel in Jess‘ Haut, damit er bloß nicht auf die Idee käme, etwas anderes zu behaupten und den Helden zu spielen. Ihren Blick jedoch, hatte sie kühl und klar auf Sebastian geheftete.
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Jess Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Do Sep 27 2012, 17:49

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 19:00 - 21:00 Uhr
Keira & Sebastian & Ella & Jess


Das Versprechen konnte er Kiki einfach nicht geben, auch wenn er sich vornahm, sich wenigstens sehr darum zu bemühen, dass es nicht zu einem Streit kommen würde. Dennoch, als sich Jess seinem Vater gegenüber sah, zog sich sein Magen ein bisschen zusammen und er hatte wirklich so etwas wie ein schlechtes Gewissen. Er sah furchtbar müde und abgeschlagen aus; vielleicht auch, weil das Licht der Kerzen so unvorteilhaft auf sein Gesicht fiel, dass es die Schatten unter seinen Augen nur noch verstärkte.
Ellas Finger hinterließen eine Gänsehaut, überall dort, wo sie seine Haut berührten und er blitze ein rasches Lächeln in ihre Richtung.
„Kiki!“, lachend warf sich Jess gegen die Rückenlehne. „Wir machen hier doch keine Familientherapiestunde.“, murmelte er leise. Dann griff er langsam nach seinem Zauberstab und legte ihn auf den Handteller seines Vaters. „Lass doch Ella. Dad hat ja sowieso schon beschlossen, dass ich dabei war ohne dass er irgendeinen winzigen Beweise dafür hatte. Mal gut, dass wir hier in dieser Familie nicht vorschnell Urteile fällen. Man könnte ja sonst auf die Idee kommen, auch anderen mal die Schuld an etwas zu geben, wofür sie wenig können, hm?“
Jess‘ Stimme klang hart. „Es ist mir nicht entgangen, dass es keine Glanzleistung war, aber wie du sagst, Dad, man muss es nicht dramatisieren, kannst du uns jetzt endlich bitte sagen, welche Strafe uns erwartet, damit Kiki ihren Spieleabend haben kann? Sie kann ja nun wirklich gar nichts dafür und es reicht langsam wirklich, dass immer alle unter deiner schlechten Laune leiden müssen. Bestraf uns und gut.“
Irgendwie war es plötzlich kalt und gespenstisch still im Zimmer geworden, so dass Jess beinahe erleichtert war, als er das glucksende Kichern von Matti im Nebenzimmer hörte.
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Keira Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Do Sep 27 2012, 19:49

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 19:00 - 21:00 Uhr
Sebastian & Ella & Jess & Keira

Sie hatte es einfach gewusst und trotzdem war es erschreckend, wie sehr die Situation kippte, wie schnell sich der Raum anfühlte, als hätte sie sich in eine Kühlkammer verirrt. Sie fröstelte, schlang die Arme um sich und zeigte allen, was sie von der Situation hielt. „Können wir das nicht einfach auf sich beruhen lassen?“ fragte sie, wenig hoffnungsvoll.
Sie hatte Ella angelächelt. Sie war toll, irgendwie bewunderte Kiki sie, ein bisschen jedenfalls und sie verstand es, mit Jess umzugehen. Normalerweise hörte er nämlich auf sie, nur jetzt schien er es nicht zu tun. Sie lächelte in sich hinein, weil sie ihren Bruder kannte, weil es so gut zu ihm passte, jetzt dazwischen zu springen, wie ein Löwe, aber es stimmte ihre Laune auch etwas dunkler. Wahrscheinlich war die Schlacht jetzt verloren, Ella und Jess würden eine Strafe bekommen und das große Anschweigen-und-Böseblicke-werfen würde wieder losgehen. Sie legte die Hand auf die Schulter ihres Bruders und versuchte ihrem Vater stumm zu sagen, dass Jess es nicht so meinte, auch wenn er es sicher anders sehen würde. Sie vermisste ihre Mutter in solchen Situationen immer mehr.
„Ich wollte hier bleiben, damit es nicht in einem Streit endet und alle Parteien wieder beleidigt aus dem Zimmer stürmen und sich an schweigen. Ich finde das nämlich furchtbar, ich hasse Schweigen, ich hasse es, wenn alle sich an funkeln, als wünschten sie sich eine andere Familie... Ich dramatisiere es, ja aber so kann es doch nicht weiter gehen! Niemandem ist etwas passiert Papa, sie wollten sich, dass jemandem etwas passiert oder das sie die Bilder zerstören und die Idee mit Leigh, finde ich immer noch gut, sie malt nämlich toll. Ella und Jess, ihr werdet nie einsehen, dass es falsch war, vielleicht nicht gut geplant, aber ihr fandet es witzig, es hat euch Spaß gemacht und es ist doch immer so Papa, es wird immer so sein und wenn wir uns immer nur noch weiter auseinander leben, weil wir uns streiten, wir auch nie etwas besser!“ Erschöpft ließ sie sich auf den Schoß ihres Bruders fallen. „Aber ich wiederhole mich nur, oder?“
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Fr Sep 28 2012, 17:10

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 19:00 - 21:00 Uhr
Ella & Jess & Keira
„Keira, ich hab dich doch gebeten still zu sein, oder nicht? Glaubst du wirklich es ändert etwas an der Sachlage, wenn du jetzt auch noch anfängst irgendwelche Übertreibungen in den Raum zu stellen, die absolut nichts mit der Tatsache zu tun haben, dass Ella und dein Bruder einfach Mist gebaut haben für den sie gerade stehen müssen, wie andere Leute auch, wenn sie etwas zu verantworten haben?“
Sebastians Stimme hatte an Schärfe zugenommen, weil er mit seiner Geduld am Ende war. Seine Hand umfasste den Zauberstab seines Sohns, dann legte er ihn auf dem Tisch ab, ohne sich die Mühe zu machen, ihn auf seine letzten Zauber zu überprüfen. Jess hatte seine Beteiligung an der Angelegenheit längst zu gegeben, trotz oder vielleicht gerade wegen, Ellas Versuch ihn aus allem heraus zu halten. Gegen seinen Willen spielte ein Lächeln um seine Lippen, was allerdings genauso schnell wieder erlosch, wie es gekommen war.
Jess Worte hatten seine Wirkung nicht verfehlt. „Glückwunsch, das hat gesessen. Und du meinst, damit habe ich jetzt jedes Recht verwirkt, dich darauf hinzuweisen, wenn du Dinge tust, die ebenfalls nicht gerade sehr verantwortungsbewusst sind? Es tut mir leid, Jess, aber ich bin nun mal jetzt alleine dafür verantwortlich, einen Umstand, den ich natürlich selber zu verantworten habe, wie du sagst, aber genau wie ich, wirst du den Preis dafür nun auch bezahlen.“
Seinen harten Worten schwang jene Bitterkeit mit, die man angesichts des Vorwurfs durch Jess wohl erwarten musste. „Zum Punktabzug von jeweils 25 Punkten für eure beiden Häuser kommt noch dazu, dass ihr beide euch beim Gärtner meldet. Ich habe gehört der Schulgarten braucht eine Generalüberholung. Jess, du bekommst Zimmerarrest für eine Woche, Ausnahmen sind der Unterricht und die Zeit deiner Strafarbe. Ella du kannst jetzt gehen, ich würde dir allerdings raten, dich morgen bei deiner Mutter zu entschuldigen, ich glaube, sie würde das zu schätzen wissen. Gute Nacht.“
Sebastian schob seinen Sessel ein Stück zurück, erhob sich und öffnete die Türe. „Ich werde jetzt die Kleinen ins Bett bringen, dann hast du genug Zeit, mich zu verfluchen.“
Ohne sich noch einmal zu Jess umzudrehen, verließ Sebastian das Büro und stieg die Treppen zum Wohnzimmer empor.
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Ella Rosenstein

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Fr Sep 28 2012, 17:33

Donnerstag 02. September 2012 zwischen 19:00 - 21:00 Uhr
Jess & Keira

Sowohl Sebastian als auch Jess traf einer der gefürchteten Todesblicke Ellas; eisig und kalt, als wären ihre Augen scharfkantig geschliffene Edelsteine. „Ihr beide seid echt sowas von bescheuert, dafür fehlen einem echt die Worte. Und wenn meine Mum auf eine Entschuldigung warten möchte, sag ihr, sie soll Zeit mitbringen – oder besser, sich eine neue Tochter kaufen. Ich steh für diese Dienstleistung nicht zur Verfügung.“, beschied sie kühl. Dann erhob sie sich in einer fließenden Bewegung von ihrem Stuhl und verneigte sich vor Sebastian, wobei sie irgendwie das Kunststück vollbrachte diese Bewegung sarkastisch wirken zu lassen.
„Vielen Dank für die milde Gnade, die du hast walten lassen. Es ehrt dich, dass du nicht vollkommen übertreibst, wegen so ein paar popeligen Bildern.“
Ella schnaubte und warf gekonnt ihre brünettes Haar über die Schulter. Neben Keira blieb sie kurz stehen und zuckte entschuldigend die schmalen Schultern. „Ich hab es versucht, aber gegen diese Idioten ist man wirklich vollkommen machtlos. Schlaf gut und Grüße die kleine Künstlerin, falls du sie siehst, ich werde mich dafür einsetzen, dass sie die Bilder neu malen darf und schwöre feierlich, dass ich diese niemals zerstören werde.“
Sie zwinkerte Keira lächelnd zu, dann glitt sie aus dem Zimmer und bedeutete Jess anschließend ihr zu folgen. „Verrat uns nicht, Kiki, aber ich muss dringend noch was mit deinem Bruder bereden.“
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Jess Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Fr Sep 28 2012, 19:07

Jess kniff die Augen zusammen. Er wünschte er könne das Gesprochene aus der Luft greifen und es anschließend verschwinden lassen, so dass er es nie gesagt hatte. Sein Magen zog sich zusammen und er legte eine Hand auf die Stelle, als würde es irgendwas daran ändern, dass ihm mit einem Mal übel wurde. Er schluckte mehrmals und schwieg eisern über die Strafe. Über seine Schulter hinweg, blickte er zu seiner Schwester und formte ein stummes: „Was hab ich dir gesagt“ mit den Lippen. In manchen Dingen war es so einfach seinen Vater auszurechnen.
Jess sah ihm nach, bevor er ebenfalls aufstand und mit den Achseln zuckte.
„Hätte schlimmer kommen können, eigentlich. So komm ich wenigstens trotzdem mal nach draußen und ich werde auf jedenfall sehr, sehr lange brauchen um die Beete umzugraben.“
Er griff nach seinem Zauberstab und folgte Ella aus dem Zimmer, wobei auf seinen Lippen längst wieder ein Lächeln spielte.
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Keira Silverswan

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BeitragThema: Re: Sebastians Büro   Fr Sep 28 2012, 19:47

Keira seufzte. Sie hätte auch das wissen müssen! Ein kleines bisschen war sie auch enttäuscht von sich selbst und von der ganzen Welt, denn das alles war doch einfach nur ungerecht! Warum konnten sie sich nicht einfach verstehen? Warum mussten Jess und ihr Vater auf ewigen Kriegsfuß miteinander stehen? Sie blies sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, stand auf und stemmte die Hände in die Hüften. Sie schüttelte den Kopf und wäre am liebsten einfach in ihr Zimmer gerannt, hätte die Türe geknallt und ganz laut in ihr Kissen geschrien. Schlechte Laune passte nicht zu ihr, aber die Situation gefiel ihr einfach nicht und sie schlug auf ihr Gemüt.
Sie seufzte. Sie würde Ella und Jess nicht verraten, dass wussten die Beiden und sie wussten auch, dass sie ihrem Vater nicht weiter auf die Nerven gehen würde, was sie offensichtlich getan hatte. Leise meckernd, ging sie in ihr Zimmer, redete mit sich selbst, weil sie irgendwie ihre Enttäuschung darüber loswerden musste, wie schlecht das Gespräch gelaufen war. Natürlich, Jess und Ellas Strafe war nicht sooo furchtbar, immerhin konnten sie raus, aber trotzdem, zwischen Jess und ihrem Papa würde Funkstille herrschen, da war sie sich sicher und Ella war sicher auch genervt von ihrer Mutter, von ihrem Onkel... Sie lachte kurz auf und es klang, nachdem sie ein Kissen ordentlich auf ihr Bett geschmissen hatte, schon befreiter. Es würde alles gut werden und sie würde versuchen morgen mit allen Beteiligten nochmal zu reden!

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