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 Wohnzimmer

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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Mi Okt 10 2012, 20:56

Freitag 03. September 2012 zwischen 17:00 - 19:00 Uhr
Holly • Millie • Sebastian

Innerhalb weniger Sekunden veränderte sich die Stimmung im Zimmer merklich; während sie vor wenigen Momenten noch fast gelöst und heiter war, konnte man die Kälte inzwischen spüren und eigentlich hätte es niemand verwundern dürfen, wenn sich der Atem beim Sprechen als weißes Wölkchen in die Luft gezeichnet hätte.
Sebastians Zähne pressten sich noch immer fest aufeinander; dort, wo Millie sich an ihn gedrückt hatte, raubte ihm ein stechender Schmerz den Atem, gleichzeitig sah er sich mit dem Ärger von zwei Seiten konfrontiert.
Er schwieg, solange, bis er es wagte wieder vorsichtig zu atmen und der Schmerz in seinen Rippen etwas nachließ.
Über den Tassen kräuselte sich warme Luft und als Zeichen seines guten Willens hob Sebastian nur leicht den Finger, vollführte damit eine winzige Kreisbewegung in der Luft und sah dabei zu, wie sein Zauber wirkte und die kleine Dampfwolke über den Tassen allmählich kleiner wurde.
„Du kannst den Kakao jetzt trinken, Millie.“
Natürlich schmollte sie. Ein kurzer Seitenblick genügte und Sebastian wusste, dass er ihr mehr bieten musste, als ein abgekühlter Kakao, wenn er nicht wollte, dass sie die ganze Zeit beleidigt wäre.
„Du wirst dich nicht langweilen, wenn ich mit dem Unterricht fertig bin, können wir zusammen etwas spielen. Ich finde, dass du lernen musst, dass du dich nicht einfach fortschleichen darfst. Ich möchte dir vertrauen können Millie und nicht ständig überwachen müssen, dass du auch wirklich im Bett liegst. Ich hab Angst um dich Millie, wenn ich nicht weiß, wo du bist und was du gerade tust. Wenn ich dich ins Bett bringe, gehe ich davon aus, dass du dort sicher bist. Wenn du dann einfach irgendwo hin verschwindest, dann muss ich anfangen, jeden deiner Schritte zu überwachen, vielleicht müssen wir sogar für die Zeit meines Unterrichts einen Babysitter einstellen und ich dachte eigentlich, dass wir uns das sparen können.“
Sebastian streckte seine Hand in ihre Richtung und berührte sachte die schmale Schulter seiner Tochter.
Schließlich sah er zu Holly und schüttelte leicht mahnend den Kopf. „Bitte Holly, ich möchte darüber nicht streiten. Ich bin dir dankbar, dass du sie davon abgehalten hast, auf eigene Faust das Schloss zu erkunden, wirklich. Aber wie ich Millie erziehe, das musst du mir schon selber überlassen.“
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Holly Hesterfaye

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Mi Okt 10 2012, 21:20

Freitag 03. September 2012 zwischen 17:00 - 19:00 Uhr
Millie • Sebastian • Holly

Holly entging nicht, dass Sebastian plötzlich blass wurde und sich seine Lippen so fest aufeinander pressten, dass sie nur noch einen schmalen Strich zeichneten. „Bist du in Ordnung?“, fragte Holly besorgt und wollte schon aufstehen, als sich seine Haltung wieder langsam zu entspannen schien und sie sank zurück in ihren Sessel, die Stirn noch immer in nachdenkliche Falten gelegt.
Es war ihr ein Rätsel, wie es Sebastian schaffte angesichts der schmollen Niedlichkeit seiner Tochter ernst und vor allem so hart zu bleiben.
Holly erhob sich nun doch, ging um den Tisch herum und vor Millies Platz in die Hocke.
Aus der Tiefe ihrer Hosentasche zauberte sie noch einen letzten Keks. „Der sieht zwar nicht mehr ganz so schön aus, aber wenn man ihn ganz tief in den Kakao tunkt, fällt das ja nicht mehr so auf oder was meinst du?“, fragte sie und senkte ihre Stimme zu einer verschwörerischen Murmel herab.
„Ich hab eine Idee, lass mich mal was versuchen mit deinem Papa, ja?“
Sie zwinkerte Millie aufmunternd zu, bevor Holly wieder aufstand und zu ihrem Sessel zurückkehrte.
„Sebastian, ich weiß, dass du es nur gut meinst. Du machst dir Sorgen um deine Kinder und das ist alles auch nur zu verständlich. Aber du warst doch selber auch mal jung, erinnerst du dich wirklich nicht mehr daran? Ich mich schon. Ich habe den Mittagschlaf gehasst und ich fand es auch immer fürchterlich blöd abends ins Bett zu müssen, wenn es spannend wird. Aber es war zu ertragen, wenn ich sonst tolle Sachen erleben konnte. Wenn du Millie jetzt aber den ganzen Tag mit einem langweiligem Hauselfen in ihrem Zimmer verschanzt, wird sie abends genauso mürrisch und schlecht gelaunt sein, wie sonst, wenn sie einfach nur übermüdet ist. Ich hab einen Vorschlag, ich nehme Millie morgen mit in meinen Unterricht und sie hilft mir ein bisschen mit allem. Dann ist sie beschäftigt, rennt nicht irgendwo rum und glaub mir, das Füttern von Flubberwürmern ist wirklich keine Belohnung.“
Holly lachte hell auf.
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Millie Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Do Okt 11 2012, 16:33

Freitag 03. September 2012 zwischen 17:00 - 19:00 Uhr
Sebastian • Holly • Millie

Millie merkte nicht, dass ihr Vater sich versteifte, sie glaubte nur, dass er sauer auf sie war und schmollte weiter, weil er sie so unfair bestrafte. Das war doch wirklich unfair! Sie murmelte vor sich hin, vielleicht versuchte sie auch ihren Hasen zu beruhigen, der sich darüber aufregte, dass er jetzt nicht frei durch Schloss hüpfen konnte. Sie gähnte, wie sie hoffte unauffällig und sah dann doch kurz zu ihrem Papa, skeptisch hatten sich ihre Augenbrauen zusammen gezogen, bevor sie nach ihrer Tasse griff, merkte, dass das Porzellan abgekühlt war und einen Schluck nahm. Sie musste lächeln, auch wenn sie eigentlich weiter sauer sein wollte! Ohne ein Wort, schmiegte sie sich ein bisschen an die Hand ihres Vaters, was so viel war, wie ein „Danke“.
Hollys Keks, den sie mit einem Lächeln und einem Nicken annahm, reichte aus, um ihre Wut ganz verfliegen zu lassen und sie tunkte den Keks mit einer solchen Begeisterung in den Kakao, als habe sie gerade einen besonders wertvollen Preis gewonnen, oder einen Geheimgang entdeckt. Sie knabberte den Keks und sah zwischen Holly und ihrem Vater hin und her, wobei ihr der Gedanke kam, dass Holly doch eine tolle Ersatzmama wäre! Papa mochte sie doch auch und jeder mochte sie. Vielleicht konnte sie auch dafür Sorgen, dass Jess und Papa nicht immer stritten? Sie hatte ja sicher noch mehr Kekse oder konnte welche zaubern.
„Ohhh bitte bitte bitte bitte Papa! Ich mag Hausarrest gar nicht, das ist gruselig, wenn alle nicht da sind und Hauselfen sind auch... Ich weiß nicht. Sie haben so große Ohren!“ Sie hätte präsentiert, wie groß die Ohren waren, wären ihre Hände nicht mit Kakao und Keks beschäftigt. „Wir können ja danach spielen, ich geh mit Holly in den Unterricht und lerne sogar was! Und danach spielen wir, das wäre doch toll. Da brauchen wir keinen Babysitter! Ich bin doch kein Baby mehr! Und für Hasi brauchen wir keinen Babysitter, ich kann auch gut auf ihn aufpassen. Ich muss ihn jetzt ins Bett bringen!“ Sie nickte ernst, leerte ihre Tasse in Rekordzeit und schnappte ihren Hasen um in ihr Zimmer zu gehen. Irgendwie wollte sie ihren Papa und Holly nicht weiter stören.

Ende für Millie!
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Keira Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Sa Okt 20 2012, 18:50

Samstag 04. September 2012 » 06:00 - 09:00 Uhr
Sebastian & Keira


Keira gähnte. Es war noch so früh und eigentlich hatte sie noch etwas in ihrem Bett bleiben wollen oder bei ihrem Bruder klopfen und sich zu ihm kuscheln wollen, einfach, weil sie sich dann wieder klein fühlte und alle Probleme vergessen waren. Sie seufzte leise. Wäre es doch nur sooo einfach! Die Wohnung war noch ruhig, alle schienen noch in ihren Betten zu liegen und zu schlafen, oder aber sie lagen da und lasen etwas, einfach, weil sie an einem Samstag nicht so früh aufstehen wollten. Sie schmunzelte doch wieder leicht.
Sie hatte sich, so leise sie konnte, in die Küche geschlichen, sich einen Tee gemacht und war dann weiter ins Wohnzimmer geschlichen, wo sie sich in den Sessel kuschelte, eine Decke um sich gelegt und die warme Tasse fest in beiden Händen. Irgendwie musste sie immer noch über Josys Worte nachdenken. Vielleicht war es nicht genau, was sie gesagt hatte, aber so in etwa meinte sie doch, dass Holly Sebastian, also Keiras Papa, gut tun würde. Hatte sie nicht recht?
Sie hatte die Stirn gerunzelt, dachte angestrengt nach und unterbrach sich nur kurz um zu gähnen, oder um einen Schluck Tee zu nehmen. Sie würde warten, bis jemand aufstand, dann hatte sie was zu tun oder sie wartete einfach so lange, bis es sich lohnte, das Nachthemd, und den Morgenmantel mit den Blumen, den sie übergezogen hatte, gegen Alltagskleidung zu tauschen und ein bisschen durch das Schloss zu streifen. Vielleicht sollte sie nochmal mit Josy reden?
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Sa Okt 20 2012, 23:59

Samstag 04. September 2012 » 06:00 - 09:00 Uhr
Keira & Sebastian

Die unruhige Nacht, die Sebastian zum Großteil auf dem Sofa im Wohnzimmer verbracht hatte, um Leigh nicht zu wecken, wenn er sich vor Schmerzen hin und her wälzte, immer wieder aufstand und rastlos durch die Wohnung lief, weil er nicht wusste, wie er liegen, sitzen oder stehen sollte, konnte man Sebastian zwar noch ansehen, den verräterischen Stützverband allerdings hatte er eben unter der Dusche abgenommen. Sein Brustkorb war übersäht mit blauen Flecken und er fühlte sich noch immer ein bisschen steif, als er schließlich frisch geduscht und bereits vollständig angezogen (wie immer im korrekten Anzug, einzig die Krawatte hatte er dieses Mal weggelassen) ins Wohnzimmer trat und überrascht registrierte, dass er nicht der einzige war, den es am Morgen schon so früh aus dem Bett getrieben hatte.
Er blieb einen Augenblick verwundert in der Türe stehen, dann wünschte er Keira nur rasch einen guten Morgen und verschwand zunächst in der Küche, wo er sich einen Kaffee, ganz ohne Magie, kochte und mit der dampfenden Tasse ins Wohnzimmer zurückkehrte.
Regentropfen klopften an die Scheibe und wuschen die leicht beschlagenen Scheiben frei. „Hast du etwas besonders vor oder konntest du einfach nicht mehr schlafen?“, erkundigte sich Sebastian, während er auf dem Sofa Platz nahm, die Beine ein wenig darauf ausstreckte, die Kaffeetasse vorsichtig auf dem Schoß balancierend.
Mit dem Zauberstab ließ er das Feuer, das bis zur Glut herunter gebrannt war, wieder neu entfachen und lauschte einem Augenblick dem Prasseln und Knacken des Holzes.
Er nahm einen Schluck Kaffee, bemerkte, dass er noch immer zu heiß war und stellte die Tasse auf dem Couchtisch ab.
Die Wolldecke, die als letztes Relikt seiner Nacht auf dem Sofa übrig geblieben war, faltete er wieder zusammen und legte sie zurück ans Ende des Sofas.
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Keira Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   So Okt 21 2012, 17:52

Samstag 04. September 2012 » 06:00 - 09:00 Uhr
Sebastian & Keira

Sie hörte Schritte im Flur, nahm einen Schluck Tee und sah dann zur Tür, wo sie ihren Vater sah, in seinem typischen Anzug. Nicht einmal am Wochenende erlebte man ihn in etwas bequemen. Er trug nie so was wie Jogginghosen oder schlabbrige T-Shirts, selbst wenn ihn niemand sah, außer seine Familie. Sie schüttelte den Kopf, wenn auch ein Lächeln auf ihren Lippen lag. „Morgen Papa“ grüßte sie ihn, bevor er in die Küche verschwand, was ihr das leise Klappern des Geschirrs und das Plätschern von Wasser sagte. Sie tippte darauf, dass er sich einen Kaffee machte und als er wieder ins Zimmer kam, grinst sie breit, als ihr der Geruch von Kaffee in die Nase steig. Ihren Grinsen verlor sich aber schnell, als sie ihren Vater musterte und auf die Decke aufmerksam wurde, ganz zu schweigen davon, dass er müde aussah.
„Du hast hier geschlafen?“ Sie sah ihn verwirrt an, nahm noch einen Schluck Tee und war sehr froh darüber, dass er das Feuer neu entfachen ließ. Sie lächelte dankbar, schob die Decke etwas herunter und drehte sich etwas zum Feuer, wobei sie aufpasste, nichts von ihrem heißen Tee zu verschütten.
„Ich konnte nicht mehr schlafen. Ich bin etwa vor einer Stunde schon aufgewacht, hab versucht noch weiter zu schlafen, mehr als so einen Halbschlafzustand, hat aber nicht funktioniert und dann bin ich etwa vor fünf Minuten aufgestanden.“ Als eindrucksvoller Beweis, gähnte sie hinter vorgehaltener Hand auch nochmal und schenkte ihrem Papa dann ein fröhliches Lächeln. „Und du? Ich glaub ja, ich war einfach zu nachdenklich, als ich gestern ins Bett gegangen bin. Ich hab auch ewig gebraucht, um einzuschlafen! Naja, du kennst mich ja Papa.“ Sie zwinkerte, wobei ihre gelöste Stimmung nur vorgeschoben war, eigentlich war sie neugierig und besorgt, was ihren Vater anging.
„Du siehst jedenfalls müde aus, bist du sicher, dass du nicht noch ein bisschen schlafen willst? Oder soll ich uns beiden was zum Frühstück machen? Pfannkuchen wären doch wundervoll oder Rührei oder einfach ein leckeres, frisches Brötchen mit Marmelade? Das kriege ich sicher noch hin und bis die anderen aufstehen, dauert es sicher noch ein bisschen.“
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Mo Okt 22 2012, 22:01

Samstag 04. September 2012 » 06:00 - 09:00 Uhr
Keira & Sebastian

„Ich bin auch ziemlich müde, ich lege mich nachher bestimmt auch noch einmal ein bisschen hin, aber im Moment geht es mir wie dir, ich kann nicht mehr schlafen.“ Sebastians Versuch unbeschwert zu lächeln misslang, der Tatsache geschuldet, dass er an den vergangenen Abend denken musste. „Ja, teilweise schon. Leigh ist gestern Abend bei mir eingeschlafen und ich wollte sie nicht wecken, wenn ich mich mit Lesen vom Nichtschlafenkönnen ablenke.“ Sein Ton bemüht leichthin, als wäre es nichts Besorgniserregendes, wenn man mal eine Nacht nicht schlafen konnte - war es in der Regel ja auch nicht, wurde es nur, wenn es, wie bei Sebastian fast zur Normalität wurde.
Wieder wanderten seinen Gedanken zum vergangenen Abend zurück.
Sebastian wusste zwar, dass Leigh niemanden etwas erzählt hatte, dennoch fragte er sich einen Augenblick, ob er seiner ältesten Tochter nicht doch die Wahrheit sagen sollte? Konnte er wirklich von Leigh verlangen, dass sie ihre Geschwister weiter belog, oder vielmehr: die Wahrheit verschwieg?
Der Moment dehnte sich, als er seine Tasse hob und etwas von dem frischgebrühten Kaffee trank, der bitter schmeckte, weil er ihn besonders stark haben wollte. Er verwarf den Gedanken und Sorge schlich sich in seinen Blick, der sich musternd auf Keira legte.
„Was beschäftigt dich denn?“, erkundigte er sich behutsam. „Machst du dir Sorgen wegen etwas?“
Er stellte die noch halbvolle Tasse auf dem Tisch ab, gerade in dem Moment, als ein Brief sich durch den winzigen Spalt zwischen Fenster und Boden zwängte und genau in seinen Schoß fiel; ein schlichter weißer Umschlag, versehen mit einem Siegel, was Sebastian nicht gleich erkannte.
Mit dem Zeigefinger strich er sacht über das wächserne Siegel, öffnete es jedoch noch nicht. Es kam ihm bekannt vor, nicht vertraut, aber er hatte es schon irgendwo gesehen, dessen war er sich sicher.
„Ich hab noch keinen Hunger, Keira, aber wenn du mir sagst, was du haben möchtest, kümmere ich mich darum.“ Noch während er auf Keiras Antwort wartete, trennte er das Siegel auf, faltete den Brief auseinander und hielt den Brief so weit von sich, dass er ihn auch ohne Brille gut lesen konnte. Sein Mienenspiel ging von neugierig, über verwunderte bis hin zu sichtlichem Ärger.
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Keira Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Di Okt 23 2012, 15:37

Samstag 04. September 2012 » 06:00 - 09:00 Uhr
Sebastian & Keira

„Du musst aber gleich was essen, ich warte so lange, so hungrig bin ich noch nicht und vielleicht könnten wir alle zusammen essen? Das wäre doch schön und das hatten wir lange nicht mehr, so ein gemeinsames Frühstück!“ Sie war begeistert von der Idee und so lange konnte sie sich noch gedulden. Sie nahm einen Schluss Tee, betrachtete ihren Vater genauer und schließlich zogen sich verwirrt, und angestrengt nachdenkend, was es mit dem Brief Aufsicht hatte, ihre Augenbrauen zusammen. „Wer schreibt dir denn so Briefe?“ Normalerweise kam ihre Post doch, wenn sie Post bekamen, mit einer Eule und sonst wurden im Schloss Memos verschickt, gefaltete, kleine Briefe, die um einen herumflatterten, bis man sie öffnete. Als Keira noch ganz klein gewesen war, hatte sie Memos immer geliebt. Sie kicherte leise bei dem Gedanken, wurde aber still, als sie den Blick auf dem Gesicht ihres Vaters erkannte. Ärger?
„Mich beschäftigt einfach viel. Die Schule zum Beispiel, es ist alles noch so neu und dann doch noch die Sache mit dir und Jess. Ich fand es nicht gut. Aber ich mache mir wahrscheinlich einfach zu viele Gedanken und wenn ich heute Abend etwas früher ins Bett gehe, geht das schon wieder.“ Sie schenkte ihrem Vater ein überzeugendes Lächeln, stellte die Tasse auf dem Tisch ab, die sie mittlerweile geleert hatte und legte ihren Blick dann wieder auf ihn, während sie sich in einen Schneidersitz setzte.
„Hatte Leigh einen Albtraum? Oh, sie tut mir Leid, genau wie Matti.“ Sie seufzte leise. „Vielleicht kann sie bei mir schlafen? Dann kannst du schlafen und mich stört es nicht. Wir könnten ihre Matratze zu mir tragen und dann können wir uns Abends auch noch Geschichten erzählen. Und du kannst schlafen, du siehst so blass und müde aus.“ Sie lächelte etwas unsicher und begann sich die Haare zu flechten, unsicher, weil sie nicht wusste, wie ihr Vater reagieren würde und es wunderte sie immer noch, was dieser Brief zu deuten hatte.
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Di Okt 23 2012, 17:23

Samstag 04. September 2012 » 06:00 - 09:00 Uhr
Keira & Sebastian

Wortlos erhob sich Sebastian vom Sofa, seine frisch gewachsenen Rippen schmerzten nur noch ein wenig, dafür tat ihm jetzt alles andere weh, die Muskeln, die er gestern durch seine Schonhaltung so sehr und so ungewöhnlich beansprucht hatte, die Kratzer und Schürfwunden und Prellungen, deren Schmerzen gestern überlagert wurden von dem Brennen in seinem Brustkorb. Er ächzte bei jeder Bewegung, streckte und dehnte sich ein wenig als er ans Fenster trat und in die weichende Dämmerung starrte.
„Keira, ich brauche eigentlich kein Kindermädchen mehr!“, wies er sie sanft zurecht und berührte flüchtig, nur im Vorbeigehen, ihre Schulter. „Ich fürchte ihr müsst ohne mich frühstücken – was im Hinblick auf die Situation mit deinem Bruder wahrscheinlich sowieso besser ist. Wir haben unerwartet Besuch bekommen.“
Sebastian wies auf den Brief, der auf dem Sofatisch lag. „Er ist damals mit mir zur Schule gegangen unseren Familien waren recht gut miteinander bekannt, ich glaube, dass er im Ministerium arbeitet, wahrscheinlich ist er auch deswegen überhaupt hier herein gekommen. Er erwartete die drei anderen und mich um 10 in der Großen Halle.“
Sebastian beschlich eine düstere Ahnung, was ihn hierher geführt haben könnte, aber das würde er mit seiner Tochter sicher nicht besprechen. Sein Blick streifte einen Teil der Schlossmauern, in die das Fenster eingefasst war. Aus festen gebrannten Ziegel gebaut, anders als die Kalksandsteinhäuser, die in dieser Gegend sonst üblich waren, erschien es wie der Inbegriff von Standfestigkeit und Stärke, kombiniert mit dem Willen und der Fähigkeit allem zum Trotzen, von den Launen des Wetters über die der Besitzer des Schlosses bis hin zur Zeit, die der einzige Gegner war, der es geschafft hatte, ganz sichtbare Spuren ins Mauerwerk zu fressen. Sebastian wand sich vom Fenster ab und ließ sich zurück aufs Sofa sinken, froh für die Entlastung seiner Muskeln. „Das musst du mit Leigh besprechen, Keira, ich habe nichts dagegen, aber ich dachte, es wäre euch beiden wichtig, dass ihr jeweils ein eigenes Reich habt?“ Er sah sie fragend an, dann lächelte er, bemüht entspannt. „Irgendwas musst du ja von mir haben, hm? Es besteht aber wirklich kein allzu großer Anlass zur Sorge. Es war zwischen Jess und mir nie einfach, das ist normal zwischen Vätern und Söhnen. Bei mir war es nicht anders.“
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Keira Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Di Okt 23 2012, 19:16

Samstag 04. September 2012 » 06:00 - 09:00 Uhr
Sebastian & Keira


Da war sich Keira nicht immer so sicher und wieder musste sie an Josys Worte denken, dass Holly gut für Sebastian wäre. Nicht das Holly ein Kindermädchen war, aber sie konnte einfach so gut mit Menschen und ihr wäre sicher auch etwas eingefallen, womit sie ihn zum Frühstücken gebracht hätte und dazu, sich doch etwas auszuruhen. Leider fehlte Keira die nötige Kreativität, als seine Tochter dasselbe zu bezwecken. Sie war nun mal seine Tochter, da konnte sie ihm wenig vorschreiben. Sie beobachtete seine Bewegungen und knirschte mit den Zähnen, sagte aber nichts. Das er aber auch einfach nicht mal schlafen konnte oder sich ausruhen!
„Gerade wenn ihr Besuch bekommt, solltest du etwas essen? Vielleicht essen wir doch was zusammen und du kümmerst dich schnell darum? Ein Croissant könnte ich schon vertragen, ich kann ja immer noch eine Kleinigkeit mit den anderen Frühstücken und es dauert sicher noch ewig, bis sie aufstehen.“ Auch wenn sie es nicht wollte, musste sie lachen, als sie an die verschlafenen und zerknitterten Gesichter ihrer Geschwister dachte.
„Hast du eine Idee, was er hier genau will?“ In ihrem Ton schwang doch wieder etwas Sorge mit, doch dann musste sie lächeln. „Wahrscheinlich muss ich das von dir geerbt haben, ja aber ich denke nun mal viel nach. Nicht unbedingt darüber was ich sage, aber was alles so passiert. Ich hoffe das mit dir und Jess wird besser. Ihr könnt nicht einfach ständig streiten, sonst schieb ich eigenhändig sein Bett in dein Zimmer und verdamme euch dazu, so lange im Raum zu bleiben, bis alles vergessen ist.“ Sie machte einen kleinen Scherz um die Stimmung aufzumuntern, ihre Mundwinkel zuckten unentschlossen.
„Ich werde mal mit Leigh reden, ich dachte auch nur, bis er besser wird mit ihr. Sicher wollen wir unsere eigenen Zimmer, aber ich bin mir auch sicher, dass sie es bald überwindet, auch wenn ihr sie nur zu gut verstehen kann. Ich glaub, sie versucht nur auch, viel mit sich selbst auszumachen. Ihre Albträume zum Beispiel.“ Und sie warf ihrem Vater einen vielsagenden Blick zu. Von wem hatte sie das wohl?
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Do Okt 25 2012, 19:38

Samstag 04. September 2012 » 06:00 - 09:00 Uhr
Keira & Sebastian

Sebastian rieb sich die Augen und verweilte mit Daumen und Mittelfinger kurz an den Schläfen. „Keira, wie kann ich dich dazu bringen, mich nicht mehr wie ein kleines Kind zu behandeln? Ich habe im Augenblick einfach überhaupt gar keinen Hunger. Mir reicht meine Tasse Kaffee und später werde ich sicher etwas essen, aber im Moment möchte ich einfach nichts. Was ist denn nur los mit dir?“, erkundigte er sich und beugte sich, besorgt und verwundert ein bisschen vor, um ihr ins Gesicht sehen zu können. Sein Blick war sanft.
Ob Leigh ihr doch etwas erzählt hatte? Oder hatte Jess sich etwas seiner Schwester anvertraut? Sebastian verwarf diesen Gedanken wieder; Keira hätte sich nicht hier gesessen und mit ihm geredet, als wäre nichts gewesen. Trotzdem verwunderte ihn die Beharrlichkeit mit der Keira darauf bestand, dass er etwas aß und er fragte sich, ob er wirklich schon so schlecht aussah, dass Keira sich gezwungen fühlte ihn zu behandeln, als wäre er ihr kleiner Bruder und nicht ihr Vater; oder ein dementer alter Greis, den man alle fünf Sekunden daran erinnern musste, die lebensnotwendigen Dinge zu tun. Rein körperlich traf diese Beschreibung im Augenblick tatsächlich deutlich besser auf ihn.
Seufzend stand er auf und ging ohne ein weiteres Wort in die Küche, wo er, unter Zuhilfenahme sämtlicher Magie, die er an diesem Morgen, nach einer fast schlaflosen Nacht aufbringen konnte, ein kleines Frühstück für seine Tochter zusammen stellte und begann, das gleiche für die anderen Kinder auch zu versuchen. Der Frischhaltezauber mit denen er das allerdings belegte, kostete ihn einiges an Geduld, was er unzufrieden knurrend kommentierte. Beladen mit einem Tablett, auf dem sich Keiras Croissant, eine Schale mit Müsli, Marmelade, zwei Brötchen und eine Tasse warmer Kakao befand, kehrte er ins Wohnzimmer zurück. Als er sich über den Tisch beugte, um das Tablett darauf zu stellen, verzog er kurz das Gesicht, als hätte er in eine Zitrone gebissen.
Kaum saß Sebastian wieder ließ er sich die Schale mit Müsli auf seinen Schoß schweben, zu bequem noch einmal aufzustehen und rührte etwas lustlos darin herum. „Ich hoffe, wir können das Thema jetzt beenden, ja?“, bemerkte er, ein wenig verärgerte, bevor er sich den Löffel in den Mund schob und auf den halb durchgeweichte Körnern herum kaute. „Keira, je mehr du dich in die Sache einmischt umso schlimmer wird es. Ich möchte auch nicht ständig mit Jess streiten, mir macht das auch keinen Spaß und es kostet mich auch unnötig viel Kraft, aber ich lasse mir von deinem Bruder nun mal nicht alles gefallen. Es gibt Grenzen und die hat er mehrfach und sehr deutlich überschritten. Mit diesen Konsequenzen muss er leben lernen.“


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Keira Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Sa Okt 27 2012, 14:17

Samstag 04. September 2012 » 06:00 - 09:00 Uhr
Sebastian & Keira
Ihr blick folgte einem Moment ihrem Vater, sie überlegte, ob sie zu weit gegangen war, bis sie Geräusche aus der Küche hörte. Sie musste wieder lächeln. Er war nicht begeistert gewesen, seine Worte lagen ihr immer noch in den Ohren aber er sah so müde und erschöpft aus, dass sie ihre sorge einfach nicht mehr zurückhalten konnte. Neben dem vielen Gedanken-machen, hatte sie auch das von ihm geerbt. Er machte sich auch immer so viele Sorgen um alles!
Als er aus der Küche wieder ins Wohnzimmer kam, mit einem Tablett beladen, lächelte si ihn entschuldigend an. „Ich mache mir einfach Sorgen, dass ist alles Papa und es ist alles noch neu für uns alle und ich hab ein wenig Angst, dass etwas kaputt geht, weil wir eben nicht mehr alleine zusammen leben. Wenn Jess und du, wenn ihr euch zerstreitet, dann könnte Jess einfach in den Gemeinschaftsraum fliehen und dann lebt ihr euch sicher auseinander...“ Es lief ihr kalt den Rücken hinunter bei dem Gedanken. Es war der schlimmste Fall der eintreten konnte und ihr Blick sagte, dass sie sich der Übertreibung bewusst war, aber der Gedanke war ihr einfach gekommen und es beschrieb, wenn auch nicht direkt, was sie fürchtete. Einen Bruch in der Familie.
Sie schnappte sich ihr Croissant, biss hinein und kaute nachdenklich, während sie auf die Frage ihren Vaters, ob sie das Thema nun beenden konnte, nur nickte. Ja, jetzt war sie zufrieden und musste sich wenigstens nicht mehr darum sorgen. Sie schluckte und sah ihn mit schief-gelegtem Kopf an. „Ich wollte dich nicht wie einen kleinen Jungen behandeln, du siehst nur müde aus und ich dachte, ein bisschen was essen und dich dann auszuruhen, würde dir gut tun, aber dann kam ja dieser Brief und...“ Sie deutete auf den Brief und sah ihren Vater fragend an. „Was hat das zu bedeuten? Es kommen doch nicht einfach so irgendwelche Leute her! Ist er vom Ministerium?“ Sie biss nochmal in ihr Croissant, ihr Blick lag aber ruhig, ohne jede Panik, einfach nur fragend, auf ihrem Vater. Wenn er vom Ministerium war, dann würden die Vier das hinbekommen, da war sie sich sicher. Sie lebte im Glauben, dass ihr Vater sehr viel hinbekommen konnte, genau wie Gabriel, Holly und Rosalie. Bei allen vier zusammen, konnte doch nichts schief gehen.
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Sebastian Silverswan

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Sa Okt 27 2012, 15:55

Samstag 04. September 2012 » 06:00 - 09:00 Uhr
Keira & Sebastian

Sebastian schob gerade den letzten Löffel Müsli in den Mund, als sein Blick auf die Uhr fiel, die links neben dem Kamin hing und deren leises Ticken immer mal wieder zu hören war, wenn man sich ganz fest darauf konzentrierte.
Er hatte nicht mehr viel Zeit, wenn er nicht zu spät kommen wollte. „Ja, er ist vom Ministerium, Keira. Sie wollen sicher wissen, wie es hier läuft, das ist doch ganz normal, findest du nicht?“ Sebastian jedenfalls fand diesen Schritt vollkommen normal, wenn ihm auch nicht gefiel, in welche Richtung es sich entwickeln könnte. Er stellte die leere Müslischale auf den Tisch zurück, der Löffel klirrte leise gegen den Porzellanrand. „Ich habe Frühstück für die anderen in der Küche vorbeireitet, Keira, es wäre lieb von dir, wenn du ein Auge darauf hättest, dass die Drillinge anständig essen und Millie sich nicht draußen stielt, sie soll heute eigentlich drinnen bleiben.“ Er sparte sich eine Erklärung warum und wieso, weil er eigentlich schon ahnte, dass sich Keira sicher nicht besonders viel Mühe dabei geben würde ihre Geschwister davon abzuhalten, dass Schloss gemeinsam zu erkunden. Verübeln konnte er ihr das auch nicht.
„Ich kann mich nur wiederholen, du brauchst dich um mich nicht sorgen. Ich habe furchtbar schlecht geschlafen, da ist es normal, dass man mal müde aussieht und was Jess angeht, wir sind eine Familie, egal wo Jess schläft und er wird in meinem Leben immer genauso viel Platz haben, wie du und deine Geschwister. Vertrau mir einfach ein bisschen, ich will Jess genauso wenig verlieren, wie du. Aber das ist kein Freibrief für schlechtes Benehmen und niemand sagt, dass es immer gut und harmonisch verlaufen muss in Familien. Familien sind keine Freundschaften, die man sich aussucht und bei denen man bewusst wählen kann, wen man dazu zählen möchte und wen nicht. Das macht unter anderem den Charme einer Familie aus.“
Sebastian zwinkert ihr kurz zu, dann gab er ihr einen flüchtigen Kuss auf den Scheitel. „Ich weiß nicht wie lange das Gespräch dauern wird, aber tu mir den Gefallen und mach dir nicht mehr so viele Gedanken. Es wird schon alles gut.“
Sebastian gab sich optimistischer und sorgloser als er eigentlich war, aber der gestrige Abend hatte ihm deutlich vor Augen geführt, dass er seinen Kindern nicht mehr so viel zumuten durfte.

Tbc: Treffen irgendwann
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